5) Klangmoment: Etwas Beatles in Cork

Es wird so viel geredet. Übereinander, gegeneinander, nebeneinander und häufig drumherum.

Hier machen wir für eine Minute das Gegenteil.

Mal einen Moment die Klappe halten, vielleicht Kopfhöher auf und „play“ drücken … sonst nichts.

Dieser Klangmoment kommt warm wie Sonntags-Brötchen, aus Cork (Irland). Gestern saß ich in der Saint Patrick’s Street auf einer Bank und wartete auf meine Reisegruppe. Ein paar Meter weiter spielte eine junge Frau Violine, zwar nicht begleitet von einer Band, aber vom Band. Zunächst kam „Hallelujah“ ein Titel der mir immer die Knie weich werden lässt, dann „Something“ von den Beatles. Nach der Hälfte flog ein Jet über die Stadt, die Violinistin kämpfte dagegen an … aber am Ende gewann der Jet. Leider. Trotzdem. Gut gemacht.

Cork, 19.07.2026

153) Postkarte aus Irland (Südosten)

Der Begriff Roadtrip besteht ja aus Road und Trip und Road steht sogar vorne, also können wir nicht in Dublins Pubs bleiben, sondern fahren weiter in Richtung Süden und dann weiter über den südöstlichen Teil der Insel, also die Counties Dublin, Carlow und Cork.

Hier ein paar Highlights:

Dreistündige Wanderung um den Glendalough Upper Lake, zwischenzeitliche Zweifel ob wir das als Berliner „Flachland-Indigene“, bei den hohen Temperaturen, der Sonne und den 400 Höhenmeter durchhalten, aber wir haben es geschafft und es hat sich gelohnt. Es ging schon deutlich bergauf, einem Minen-Arbeiter-Weg folgende, dann oben an der Kante entlang und dann wieder deutlich runter. Zwischenzeitlich hatte ich glaube ich eine Knieschreibe verloren aber es ging trotzdem weiter.

Die Stadt Kilkenny, bekannt als Bier-Marke, hat durchaus mehr als Bier zu bieten. Und … wieder was gelernt … die bekannte Brauerei heißt „Smithwick’s“, da das aber in Europa kaum einer aussprechen kann, hat man halt den Namen der Stadt auf die Red Ale – Flaschen geklebt.

Auf dem Rock of Dunamase stehen gut erhaltene Reste einer Festung, über 1.000 Jahre alt und wie so oft frage ich mich … meine Güte … wer hat das nur hier hoch geschleppt … und gestapelt.

Die selbe Frage immer wieder … auch auf dem Rock of Cashel, um ca. 1.200 erbaut.

Der Ardmore Cliff Walk ist deutlich leichter zu laufen und gibt wieder Blick auf die raue Küstenlinie. Zum Glück, Sonne satt.

Die kleine Stadt Cobh, und wie immer man das nun ausspricht, hat sehr gefallen. Bunte Häuser, ein Hafen vom dem wohl die Titanic ausgelaufen ist und mittendrin eine riesige Kathedrale.

Zum Ende dieser Postkarte vielleicht noch ein Blick nach Cork. Ehemaliges Stadtgefängnis, Festung, Fluß, eine sehr lebendige Innenstadt und das ein oder andere Wandbild. Nice.

Mediale Begleitung:

  • Hörbuch: Irland: Ansichten einer Insel
  • Diverse Podcasts über Irlands Geschichte, Hungersnot, Auswanderung und Unabhängigkeitskampf
  • Netflix-Serie: Guinness