Es wird so viel geredet. Übereinander, gegeneinander, nebeneinander und häufig drumherum. Kaum noch miteinander.
Hier machen wir für eine Minute das Gegenteil.
Mal einen Moment die Klappe halten, vielleicht Kopfhöher auf und „play“ drücken … sonst nichts.
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Dieser Klangmoment stammt aus Derrymaclavode in Irland. Hinter dem Haus befindet sich ein Hang, auf dem Schafe weiden. Und nicht nur das, sie blöken pausenlos und kommen dem Haus immer näher. Der Bauer sagt, sie treiben die Schafe Stück für Stück hinunter und am Dienstag (heute) werden sie dann geschoren. Ich finde, es klingt teilweise so, als wären es Menschen, die Geräusche der Schafe nachmachen … oder eine Wutbürger-Demo geht hinter‘m Haus lang, aber nein, es sind wirklich Schafe. Irische Schafe und das ist auch der Grund, warum man nicht genau versteht, worum es ihnen geht. Heute wurden sie dann auch geschoren und nun ist Ruhe … Spekulationen kreisen in der Reisegruppe. Wo sind sie alle hin? Wieder oben auf dem Hang oder etwa …im Irish Stew?
Es wird so viel geredet. Übereinander, gegeneinander, nebeneinander und häufig drumherum. Kaum noch miteinander.
Hier machen wir für eine Minute das Gegenteil.
Mal einen Moment die Klappe halten, vielleicht Kopfhöher auf und „play“ drücken … sonst nichts.
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Dieser Klangmoment stammt vom Sietiņiezis Felsen in Lettland. Wieder war ich ganz allein und lief oben im Wald zurück zum Auto. Der oder die Kuckuck wollte mir anscheinend eine Menge berichten, aber weiß der Kuckuck was … vielleicht vom Esel?
Es wird so viel geredet. Übereinander, gegeneinander, nebeneinander und häufig drumherum. Kaum noch miteinander.
Hier machen wir für eine Minute das Gegenteil.
Mal einen Moment die Klappe halten, vielleicht Kopfhöher auf und „play“ drücken … sonst nichts.
Dieser Klangmoment kommt warm wie Sonntags-Brötchen, aus Cork (Irland). Gestern saß ich in der Saint Patrick’s Street auf einer Bank und wartete auf meine Reisegruppe. Ein paar Meter weiter spielte eine junge Frau Violine, zwar nicht begleitet von einer Band, aber vom Band. Zunächst kam „Hallelujah“ ein Titel der mir immer die Knie weich werden lässt, dann „Etwas“ von den Beatles. Nach der Hälfte flog ein Jet über die Stadt, die Violinistin kämpfte dagegen an … aber am Ende gewann der Jet. Leider. Trotzdem. Gut gemacht.
Es wird so viel geredet. Übereinander, gegeneinander, nebeneinander und häufig drumherum. Kaum noch miteinander.
Hier machen wir für eine Minute das Gegenteil.
Mal einen Moment die Klappe halten, vielleicht Kopfhöher auf und „play“ drücken … sonst nichts.
Dieser Klangmoment stammt vom Zvārtes Felsen der im Gauja Nationalpark am Fluss Amata in Lettland steht. Wieder war ich allein, der Fluss, recht flach, zog vorbei und vor mir dieser rötliche Felsen
Es wird so viel geredet. Übereinander, gegeneinander, nebeneinander und häufig drumherum. Kaum noch miteinander.
Hier machen wir für eine Minute das Gegenteil.
Mal einen Moment die Klappe halten, vielleicht Kopfhöher auf und „play“ drücken … sonst nichts.
Dieser Klangmoment stammt aus dem Hafen von Mikołajki in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Zum Zeitunkt der Aufnahme war es bereits dunkel, ich war auf meinem Zimmer und lauschte dem Gesang dieser bierlaunigen Truppe.
Es wird so viel geredet. Übereinander, gegeneinander, nebeneinander und häufig drumherum. Kaum noch miteinander.
Hier machen wir für eine Minute das Gegenteil.
Mal einen Moment die Klappe halten, vielleicht Kopfhöher auf und „play“ drücken … sonst nichts.
Dieser Klangmoment stammt vom See Velnezers (auch Čertoks-See) in Lettland. Ganz allein war ich dort. Das Auto oben abgestellt und einmal drumherum gelaufen. Im Anschluss ist > 81) Abwärts – Vol 5 entstanden.
Wer kennt das nicht? Kurz nach dem Aufwachen glaubt man, man hätte den Blockbuster geträumt, den Bestseller-Roman den man jetzt nur noch zu Papier bringen muss. Und spätestens beim Zähneputzen hat man nur noch Fragmente im Kopf, der Rest ist ein riesiger Lückentext. Und so sehr man sich auch bemüht die Szenen halbwegs schlüssig miteinander kombiniert, so richtig gut wie im Traum wird’s nicht mehr. Immerhin gibt es mittlerweile diese digitalen Schreiberlein, die einem dabei helfen können, Lücken zu füllen.
Für einen „Blogbuster“ reichts noch.
Es begann nicht mit einem Knall, sondern mit einer Messabweichung. Kaum wahrnehmbar. Ein paar Werte, die nicht mehr ganz stimmten. Physiker suchten nach Fehlern. Ingenieure nach Ursachen. Doch irgendwann war klar: Es lag nicht an den Messungen. Es lag an den Menschen.
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Je mehr sie damit verbunden waren, desto stärker veränderte sich die physikalische Realität. Minimal. Aber stetig. Ein Effekt, der sich nicht aufhalten ließ. Nicht durch weniger Nutzung. Nicht durch bessere Systeme. Nicht durch Kontrolle. Die Welt würde kippen.
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Die Entscheidung kam von oben. Nüchtern formuliert, global abgestimmt: Alle Verbindungen werden sofort beendet. Kein Übergang. Keine Ausnahmen. Sie mussten es abschalten.
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Die ersten Tage waren laut. Sie warteten auf Signale, die nicht mehr kamen. Griffen nach Geräten, die nichts mehr zurückgaben. Sprachen – und merkten, wie ungewohnt direkte Antworten geworden waren. Dann wurde es ruhiger.
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Die Welt lief weiter, aber gedämpft. Nicht greifbar, aber spürbar. Zeit verlor ihre Schärfe. Gespräche wurden langsamer.
Und weniger.
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Und dann kamen die ersten Versuche. Klein. Heimlich. Vorsichtig. Keine vollständige Verbindung – das war ausgeschlossen. Zu gefährlich. Zu endgültig. Stattdessen nur ein schmaler Zugang. Für Sekunden. Für minimale Daten. Ein Blick – mehr nicht.
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Es war instabil. Verbindungen brachen ab, bevor sie aufgebaut waren. Antworten kamen verzögert oder gar nicht. Aber es reichte.
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Zum ersten Mal seit dem Abschalten war wieder etwas da. Ein Echo. Eine Spur.
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Noah fand sich in einem großen Konferenzraum wieder. Zu viele Stühle. Zu viele Menschen. Sie wirkten ausgezehrt. Als kämen sie gerade erst zurück.
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Sie begrüßten sich vorsichtig. Fragen wurden gestellt, als müsste man sich erst wieder daran erinnern, wie das geht. Wie war es dir ergangen?
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Noah begann zu sprechen, als er an der Reihe war. Zögerlich. Suchend. Als müsste er Worte für etwas finden, das sich nicht richtig erinnern ließ. Er kam nicht weit. Jemand fiel ihm ins Wort. Er ließ sie vor.
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Als er wieder ansetzte, folgte einer weitere Unterbrechung. Links von ihm, ein paar Stühle weiter. Eine Stimme. Ununterbrochen. Schnell. Technisch. Ein Strom aus Begriffen, Schnittstellen, Parametern.
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Der Mann sah niemanden an. Wartete nicht. Hörte nicht zu. Noah konnte nicht erkennen, ob er in den Raum sprach oder in etwas anderes. Ein System. Einen Kanal.
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Ein Gedanke drängte sich auf. Leise. Unangenehm. War er schon wieder verbunden? Oder war er nie abgeschaltet? Und wenn nicht er der Erste war – wer war dann der Letzte? Gab es einen Letzten?
Ende
Abspann Produktion: T.Head & KI
Basierend auf vier Traumschnipseln:
Eine beliebte Technologie hat bedrohlichen Einfluss auf die Erdphysik
Das Ding muss abgeschaltet werden, was zu Widerständen führt
Eine Traumphase, an die ich mich leider nicht erinnere. Vielleicht war es Schlaf ???
Nach langer Zeit gibt es einen schmalen Schlitz der wieder abgesicherten Zugang zu dieser Technologie erlaubt
Ein Konferenzraum, in U-Form bestuhlt, die Menschen versammeln sich so langsam wieder, ständig werde ich unterbrochen und ein paar Stühle links sitzt ein Typ, der mit lauter Tech ausgestattet vor sich hinspricht … aber nicht mit uns.