151) Postkarte aus Polen (Podlachia, Masovia, Kuyavia, Poznań)

Ich rolle so langsam auf meine 6.500 Kilometer meiner „Nordpolen-und Baltikum“- Reise zu. Morgen muss ich wieder ins ach so hippe und gleich so irre Berlin, aber zum Glück nur für Wäschewechsel und ein hoffentlich tolles Konzert im Olympia-Stadion. Zeit für eine vorerst letzte Postkarte aus Polen.

Von Litauen kommend, ging es auf Landstraßen durch die Regionen Podlachia, Masovia, Kuyavia, Poznań, also eher Zentral-Polen

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In Polen nimmt die Verkehrsdichte wieder deutlich zu, aber auch die Anzahl der Dörfer und damit auch die der Kreisverkehre. Die erste Zeit ab Suwalki hat es nur geschüttet und gestürmt. Dreimal zeigte sich kurz die Sonne, aber ich bin irgendwie auch froh, dass es nur drei Bilder sind, hätte ich mehrere gemacht, wer darauf vermutlich ein großer Ast dem Auto-Dach zu sehen gewesen. Aber alles gut gegangen und ich konnte die tollen Wolken beobachten.

Erster Stopp in Torun.


Nächste Nacht in Torun, an das ich überhaupt keine Erwartungen hatte. Aber wow. Eine uralte Innenstadt. Geburtsort von Copernicus, UNESCO-Weltkulturerbe und Lebkuchen machen sie auch. Schwer beeindruckt.

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Von Poznan dachte ich … „ja gut, eine Stadt halt, was zum Schlafen und dann weiter nach Berlin.“ Aber nun ja. Seht selbst. Never judge … das ist vermutlich der Untertitel meiner nun fünfwöchigen Reise und wird sicher noch ein Nachspiel haben.

Schöne war’s. Ich werde ganz sicher noch einmal zurückkehren.

Und wenn ihr euch fragt, was ich hier mache … eat this

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146) Postkarte aus Estland (Tartu, Peipsiveere, Kõrvemaa, Tallinn)

Bevor es morgen schon wieder über die nächste Grenze geht, will ich doch schnell eine Postkarte aus Estland in den digitalen Briefkasten werfen.

Sie beginnt mit der zweitgrößten Stadt des Landes namens Tartu. Nettes Städtchen, wenngleich ich zugeben, muss dass mich soviel Stadt auf einmal doch etwas gefordert hat.

Am Folgetag ging es weiter östlich, so weit es technisch und politisch für mich geht. Am späten Vormittag stand ich dann vor dem Peipus-See und es ging definitiv nicht weiter. Ein „See“, der schon fast wie ein kleines Meer wirkt. Sechsmal größer als der Bodensee behauptet die schlaue KI, die auch an dem Ende der Welt über flottes 5G erreichbar ist.

Diesem großen Stück Wasser folgte ich dann in Richtung Norden und zog dann wieder nach Westen in Richtung Tallinn ab.

Zwischenstopp in Kõrvemaa. Da gibt es eine riesige Moor-Landschaft. And even more of that … ha ha …(zu lange allein Auto gefahren). Eine junge Familie war ungefähr zeitgleich mit mir da, ansonsten niemand. Ich hätte jeden Moment Schildkröte Morla erwartet, aber die hatte wohl besseres zu tun.


Dann ging es weiter zum Flughafen Tallinn, um meinen Reisebegleiter für die nächsten vier Tage einzuladen.

In Tallinn angekommen, hatte ich noch keine Lust auf wuseliges Altstadt-Treiben, also blieb noch Zeit für Kunst, Kultur und Kreativität.

In den Stadtvierteln Kalamaja und am Hafen Noblessner haben sie alte Hafen-und Wehranlagen für alternative Nutzung freigeben. Sehr charmant. Es erinnert an die 90er Jahre in Berlin, wo ich auf solch Geländen neue Dinge entwickeln. Cafés, Restaurants, Ausstellungen, eine Sauna-Dorf und aber eben auch neuer Wohnraum. Gut gelöst. Side kick Berlin Tempelhofer Feld.

Ähnliches Bild im Viertel Telliskivi, aber eben noch charmanter. Ein ehemaliges Bahngelände wurde komplett neu gedacht. Es erinnert ans Berliner Tacheles oder RAW Gelände nur halt irgendwie … besser, weil die Infrastruktur dort nicht einfach abgenutzt sondern neu gestaltet und nach vorn gedacht wurde.

Unweit des Hafens steht ein gigantischer Beton-Komplex, ähnelt einem Bunker, sind aber die Überreste einer Mehrzweck-Arena Linnahall, die anlässlich der Olympischen Spiele 1980 in Moskau hier errichtet wurde.

Und nun zur Altstadt. Und wat soll ick‘ sagen. Is‘ schön. Sowohl oben auf dem Hügel … als auch unten. Schön, dass es noch viel Subtanz gibt.

Neben o.g. Kalamaja und Telliskivi gibts noch das Rotermans-Virtel. Auch hier wurden alte Werksgebäude sehr gekonnt mit neuer Architektur zusammengebracht und es passt alles bestens zusammen und nichts verliert dabei.

So, dass soll jetzt mal reichen, ihr sollt auch noch genug Grund haben herzukommen.

Na, der hier vielleicht noch.

Na gut, noch einer, aber dann ist wirklich Schluss.

Und wenn ihr euch fragt, was ich hier mache … eat this

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117) Postkarte aus Berlin … kann Spuren von Advent enthalten

Bevor die nächste Arbeitswoche wieder Performance, Passion, Agility, Creativity, Accountability erwartet, will ich noch ein paar Schnappschüsse aus Berlin teilen.

Mitte November hatte ich dienstlich in der westlichen City rund um den Bahnhof Zoo zu tun. Ich besuchte drei Tage eine Konferenz, zum Schlaumeiern, Arsch platt sitzen und Häppchen verdrücken. Einmal saß ich am Fenster und konnte das Treiben draußen beobachten. Am 18.11. abends dann ein Concert von Tony Ann und auf dem Heimweg ein Fernsehturm der wirkte, als würde er gleich abheben.

Gestern und heute ein Spitzen-Wetter in Berlin, kalt zwar aber sonnig und klar. Also raus zunächst in den Volkspark, Reste vom Herbst bestaunen.

Dann ging es weiter durch die Plattenbauten an der Moll-Straße. Auf einem Haus hält sich noch immer ein Schriftzug von Tatra Motokov aus vergangenen Zeiten, ein paar Hausnummern weiter prangt ein Schriftzug aus der Neuzeit.

Am Alexanderplatz wird gebaut, die Adventszeit begangen und auf dem Dach des „Hotel Stadt Berlin“ … ähm … „Forum Hotels“ … ähm … „Park Inn Hotels“ kann man sich nun auf 130 Meter die … Nerven … schaukeln (wer genau hinsieht, kann die Verrückten sehen).

Ein paar hundert Meter stehen Marx und Engels und schauen sich das Treiben an.

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Schade, dass die so schweigsam sind … wären heute sicher gut gebuchte Talkshow-und Podcast-Gäste.

Schönen ersten Advent!
T.Head

105) Postkarte von Peloponnes

Die obligatorische Postkarte von der Halbinsel Peloponnes muss schon noch sein, bevor der Alltag wieder losgeht und mich eine Bahnreise nach Hessen erwartet. Auch wenn mir diesmal gar nicht so viel verrückte, skurrile Dinge vor die Kamera gelaufen sind, dafür waren sie aber nachhal(l)tiger. 

Wie schon in > Athen hat auch hier auf Peloponnes die Erde zwischenzeitlich gebebt, zumindest war es über die Nachrichten zu vernehmen. Vor Korinth, da tat sich plötzlich die Erde auf und ich fühlte mich wie John Cusack im Camper des Blockbosters „2012“.

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Die Stadt Korinth selbst, hat es auch dahin gerafft, kaum ein Stein liegt da noch auf dem anderen. Das kriegen die nie wieder aufgebaut, reicht nur noch um Touristen tagsüber zu beschäftigen, aber wirklich leben kann da keiner mehr.

Die Katastropenschutzbehörden haben gigantische Suppenküchen mobilisiert, um die Bevölkerung … und natürlich uns Touristen … satt zu kriegen. Ohne Gyros und Souflaki geht hier nix, das versteht von selbst, sind quasi „ouzos“. Aber bald war alles aufgegessen und die späten Vögel guckten dumm in die Schüssel.

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Das Wasser ist blau-grün verfärbt, besser mal nicht reingehen, bestimmt voll mit Chemikalien. Widerwärtig. Fahrt da bloß nicht hin!

In Olympia habe ich die Damen nach Feuer gefragt, aber die sagten, es läge bereits eine Bestellung vor. Irgendwelche Pariser hätten wohl vorbestellt. Typisch…

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Dafür gibts es kleine gelegte Feuer überall und das ist schon etwas nervig. Die Griechen „Hinzos und Kunzos“ verbrennen auf ihren Grundstücken Laub oder so und das wabert dann durch Berg und Tal. Kein Wunder, dass es auf den Inseln im Hochsommer gern mal brennt.

Toiletten-Humor haben die Griechen auch. Like it.

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Fazit: Hat mir ausgesprochen gut gefallen. Frühlingshafte Landschaft im April, alles sehr grün und vital, aber eben bei sommerlichen Temperaturen, es gab nicht einen Niederschlag. Die Menge an Touristen war überschaubar, der Straßenverkehr war äußerst stressfrei, dank mobilem Netz, mangelte es nie an Podcast-Nachschub. 1.600 km haben wir in einer Woche gemacht und einen guten Mix aus Stadt, Strand und >alten Steinen gesehen. Ich spüre bei Griechenland ähnliche Schwingungen wie in Portugal. Man ist in der EU unterwegs, mit all seinen Selbstverständlichkeiten, aber die Leute sind nicht so nervig drauf wie im Land der Germanen. Alles geht einen Tick langsamer und damit angenehmer daher, Regeln werden „flexibel“ ernst genommen, sehr charmant. Da können wir uns gern mal zwei Scheiben bei denen abschneiden. Und ein weiterer Kandidat für Pläne zur Winterflucht wurde gefunden und ich fragte mich mehrmals … > Warum nicht einfach … hierbleiben? Aber natürlich, wir waren Anfang April dort, im August kann das schon ganz schön brutzelig dort werden. Sprachlich war alles völlig unkompliziert, alles Wesentliche war in Englisch zu lesen, und wenn mal nicht, dann half etwas Schulrussisch und Google Translate. Kulinarisch war es ober-angenehm, sowohl die Veg-als auch die Non-Veg-Fraktion der Reisegruppe fand immer was zu futtern.

Rückkehr erwünscht. Gern für länger.

104) Postkarte aus Athen

„Weiße Rosen aus Athen, sagen dir „komme recht bald wieder, sang einst ist die Nana, die einen Nachnamen trägt, der an ein griechisches Ofengericht erinnert. „7–10: Sonntagmorgen in Spreeathen“ … so hieß mal eine Radiosendung, damals wo in meiner Welt alles noch schwarz-weiß war und das Auto nicht mehr als 100 km/h fuhr. Heute fahren Autos über 100, aber das ist auch wieder doof.

Aber mittlerweile kann man nach Athen fliegen … schäm schäm … ick weiß … aber eine Bahnverbindung habe ich auf Anhieb nicht gefunden. Die Idee, nach Athen zu reisen, hatten andere Menschen auch. Das Internet muss in den letzten Tagen nur so mit Duck Face – Fotos von der Akropolis geflutet worden sein. Hier nich‘. Hier jib‘s heute Fotos (fast) ohne Menschen druff …

Oben auf dem Hügel wird kräftig gebaut, das Ding wird stellenweise abgebaut und zerbröselte Stellen werden wieder auf aufgefüllt. Die Steine werden am Rand zwischengelagert, irgendwer hat da hoffentlich noch den Durchblick.

Und selbst Lego kommt zum Einsatz. Hier der 10-er Block weiß und 5-er Streifen flach in weiß und beige.

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Mit den Verboten nehmen es die Griechen noch genauer als die Deutschen. Nüscht darf man mehr. Nicht sprayen, zelten , grillen … Schildkröten klauen auch nich‘. Man oh man. Am nächsten Tag auf dem Weg zum Panathinaikos Stadium haben wir doch glatt so ein Urviech gesehen.

Das alte Stadion ist schon irgendwie packend, nur warum da unten schwarzer Tartan-Belag kleben muss … ich weiß ja nich‘. Schotter, Sand oder so, hätte ich erwartetet.

Zeitgleich zu unserem Aufenthalt hier, gabs wohl mehrere Erdbeben, haben wir von zu Haue erfahren. Ich habe gut geschlafen, aber die Stadt sah danach schon wirklich übel aus. Kein Stein mehr lag auf dem Anderen, aber die Katastropennschutzbehörden der Stadt stellten umgehend große Kerzen auf.

Ansonsten liegen die Griechen eigentlich nur so rum, zeugen viele Kinder und wenden sich dann genervt ab. Das WLAN im Hotel ist etwas dünn, nix Netflix.IMG_9225

Auch bei der Handwerkskunst beweisen sie „großes“ Geschick und Detail-Versessenheit, wenn es darum geht, Flaschen zu öffnen.

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Athen ist eine Reise wert, hat mir sehr sehr sehr gut gefallen.

Ick‘ komm‘ bestimmt mal wieder.

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81) Postkarte aus Strasbourg

Die 5. Etappe unserer Rundfahrt durch Deutschlands Mitte und Südwesten führte uns über Straßburg nach Heidelberg. In Straßburg war ich vor einigen Jahren schon mal, aber da hatte ich es irgendwie kleiner in Erinnerung. Aber so ist das mit Erinnerungen nun mal. Sie trügen.

Straßburg ist ideal, wenn man mal Bedarf an einer Tagesdosis savoir-vivre hat und keinen Bock hat, dafür bis in die Provence zu fahren. Nette Häuser, Geschäfte und selbst im Winter ansehnlich (side kick Saarbrücken). Stangenbrot unter‘n Arm und Abmarsch!

Allerdings muss man seine Nachbarn dort schon mögen, manche Häuserfronten kommen sich so nahe, da kann man nebenan nach Mehl fragen, ohne auch nur die Wohnung zu verlassen. Zu Corona-Zeiten hätte man die Gebäude in Deutschland abgerissen oder die Fenster zugemauert, weil die 1,50 m Abstand nicht eingehalten werden konnten.

Und natürlich hat Straßburg auch einen Münster, und was für einen. Nun bin ich auf dem Fachgebiet der Gotteshäuser nicht unbedingt sattelfest, kann mir eh nicht merken, wo der Unterschied zwischen Münster, Dom und Kathedrale ist, aber das große Wimmelbild über der Tür ist schon echt beeindruckend und der zweite Typ von Rechts hat mich doch sehr an John Cleese in das „Leben das Brian“ erinnert.

Schön war‘s viel gesehen die Woche, einiges gelernt und nun geht‘s via Heidelberg zurück ins dicke B.

80) Postkarte aus Saarbrücken und Freiburg

Etappe 4 unserer Rundfahrt durch Mittel-und Südwestdeutschland führte uns heute über Saarbrücken nach Freiburg.

Kurz zu Saarbrücken, aber wirklich nur gaaaaaaanz kurz.
Ich war schon mal in Saarbrücken, um die Jahrtausendwende herum. Da bin ich noch mit einer Propellermaschine von Berlin Tempelhof geflogen. Leider kriege ich nicht mehr zusammen, was ich hier zu tun hatte. Der Anblick der Stadt lässt mich noch mehr zweifeln. Tut mir leid, will keinem auf die Füße treten … aber diese Landeshauptstadt … ist … hässlich.

Mag sein, dass die Stadt im  zweiten Weltkrieg bombardiert wurde und dass es vielleicht auch danach am Kleingeld fehlte … aber trotzdem. Kein Grund, eine Stadt so zu verunstalten. Ich habe noch nie so wenig interessantes Linsenfutter gesehen. Vielleicht fehlte mir heute die richtige Antenne, aber ich habe gefühlt nur Sonnen,- Waxing-und Nagelstudios, Barber-Shops, Wettbüros, Sanitätsgeschäfte, Orthopäden und Sex-Läden gesehen. Kein Wunder. Das Einzige was nach Metropole klang, war das Wort „Terminal“ am Corona-Test-Container. Selbst die Immobilienfritzen von „Engel & Völkers“ haben hier schon ihr Büro geräumt. Jetzt weiß ich auch, warum ich mich nicht mehr erinnern kann, warum ich schon mal hier war. Aber wenn nur Rathaus und Kirche ansehnlich aussehen … sorry … dann werden wir wohl keine Freunde werden.

In Freiburg hellt die Stimmung wieder auf. Hier gibt es einen alten Stadtkern, man fühlt und sieht, dass die Leute hier gern wohnen und das man das aber eben auch gestalten muss. Viele kleine Geschäfte, Millionen mosaikhafte Pflastersteine, künstlich angelegte Rinnsale (die Ureinwohner sagen „Bächle“) und strickbemützte Eltern auf Monttesoribesetzten Lastenrädern.

Fascht wie dahoim im Prenschlauer Bergle 😉

PS: und jetzt noch mal zum Titelbild. Also ich habe nun schon wirklich viel über Gandhi gelesen, war auch schon an seiner Ruhestätte und dem Ort des Attentats … aber die Beziehung zu einem Restaurant in Baden Württemberg … nee … ick weiß nich‘. Zumal der kleine Mann ja auch nicht dafür bekannt war, sich den Bauch vollzuschlagen. Und „schlagen“ ja nun schon mal gar nicht.

79) Postkarte aus Luxemburg

Auf Etappe 3 unserer Mittel-Süddeutschlandfahrt machten wir heute einen Abstecher nach Luxemburg. Vorher konsultiere ich natürlich gern das Internetz und zitiere jetzt mal munter drauf los. 

Luxemburg ist ungefähr so groß wie das Saarland, auf Platz 179 der Welt wenn es nach reiner Größe geht, auf Platz 1 beim Bruttoinlandsprodukt, gute 600.000 Einwohner, etwas mehr als Leipzig im Vergleich.

Kurz vor der Bundesgrenze lädt die letzte deutsche Raststätte dazu ein, besser noch mal die Wasservorräte aufzustocken.

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Auch du meine Güte. Was uns da wohl als Nächstes erwartet? Flüsterasphalt aus purem Gold? Hummer, Kaviar und Champus, statt Burger und Pommes?

Aber die Liste der Luxemburgischen Spezialitäten liest sich doch bodenständig. (Ausschnitt Wiki): Judd mat Gaardebounen, Träipen, Wäinzoossiss, Kuddelfleck, Kniddelen, Stäerzelen, Gromperekichelcher, Fritür … danke, ich habe aber erst einmal keinen Hunger mehr.

In der Oberstadt (Haute Ville) gibts allerhand Gebäude, die entweder Geld produzieren, Geld verlangen oder Geld verwalten.

Mein Favorit, war aber ganz klar die Unterstadt (Bass Ville), politisch, geografisch und sympathisch gesehen.

Und dann Zu guter Letzt … auch hier ist nicht alles Gold was glänzt und so manch einer sitzt an der Häuserwand und hofft auf den Wohlstand der da kommen möge … oder eben auch nicht.

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76) Postkarte aus … Warne … Warme … Kaltemünde

Eben mit noch mit Besuch aus Indien in Berlin, Nürnberg und München unterwegs … hat‘s uns am Wochenende an die Küste verschlagen. Schön war‘s mit euch, aber auch arschkalt.

Hier ein paar Eindrücke.

Also zunächst schlurfte ich in Badeschlappen, String-Tanga und Luftmatratze zum Strand, hatte mich vorher noch mit Sonnencreme und kühlen Getränken versorgt … und dann das! Alles eingefroren. Ich bin enttäuscht, die Ostsee ist auch nicht mehr das, was sie mal war. So geht das nicht! Dafür zahle ich keine Kurtaxe!

Früher … ja früher … da „konnte“ man noch unentdeckt in den Dünen kuscheln, heute „musst“ du schon kuscheln, damit du nicht dem Kälte-Tot zum Opfer fällst.

Ein paar Leute waren im Wasser. Eigentlich wollte ich es Ihnen gleichmachen, aber nach einer Minute rannten die schon wieder an Land. Weicheier.

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Also konnten wir nur durch den dicken Sand stapfen, über unseren Schatten springen und Schiffe beobachten.

Und ich muss bekanntgeben, dass es drei Enten weniger auf dem Planeten gibt. Tut mir Leid … wir machen das irgendwie wieder gut. 😉

70) Postkarte aus Berlin: Herbst

Berlin ist nicht nur laut, dreckig, arm, sexy … und grau. Nee, Nee. Berlin gibt‘s auch in Farbe … 😉

Ohne viel Worte heute, denn heute Abend habe ich beim Inder einen Pakistani angequatscht und wir fanden sofort ins Gespräch. Also haben haben wir Telefon-Nummern getauscht und werden uns noch mal zum Essen treffen. Er war sehr glücklich, überhaupt mal angesprochen zu werden. Die Berliner gehen immer so auf „Distance“… oh man.

Schöner Moment, so einfach könnte das alles sein.

Grüße aus der Hauptstadt

T.