Wenn man an den großen Cliffs in Irland steht, sieht man wunderbar die Gesteinsschichten, die sich über Millionen von Jahren aufgebaut haben. Unterschiedlich gefärbt, unterschiedlich dick.
Da komme ich dann schon mal ins Grübeln, was wohl stattgefunden haben muss, um solche gewaltigen Spuren zu hinterlassen.
Und kurz darauf folgt meist die Frage: Was wird wohl mal von uns bleiben? Von uns Menschen.
Ein ähnlicher Gedanke kam erst kürzlich im Podcast zwischen Matze Hielscher und Peter Wohlleben auf, bei „Hotel Matze“ am 2. September.
Tja, und da ich mir das nur schwer vorstellen, geschweige denn berechnen kann, habe ich mal die KI um Unterstützung gebeten.
Wenn man also all die Materialmasse, die wir Menschen geschaffen haben, nehmen und mit einer gigantischen Planierraupe gleichmäßig über die gesamte Landfläche der Erde verteilen würde, wäre diese Schicht nur etwa 3 bis 4 Millimeter dick.
Wow.
Ich hatte mir eher meterdicke Geschichten aus Stein, Plastik und Stahl vorgestellt. Aber klar: Vieles von dem Zeug verrottet oder zerfällt mit der Zeit. Die Kalkulation hänge ich unten an.
Verschmiert man das Material aber nicht über die ganze Landfläche, sondern lässt es dort, wo es entstanden ist, könnte bei den heutigen Metropolen eine Schicht von mehreren Metern, stellenweise vielleicht sogar einigen zehn Metern verbleiben.
Aber letztlich ist es auch egal.
Es wird eine wie auch immer geartete, vermutlich ziemlich streng riechende und ziemlich bunte Schlorze sein, die von uns übrig bleibt.
Und dann ist auch völlig wurscht, ob man sich zu Lebzeiten zur Unterschicht oder Oberschicht zählte.
Gelangweilte Alien-Teenager werden irgendwann auf Klassenfahrt vor den großen Cliffs stehen, auf diese merkwürdige Schicht zeigen, mit den Schultern zucken und die Reiseleitung fragen:
„Mhm …ok, check. Und was machen wir heute sonst noch so?“
PS: Titelbild via KI
Und nun noch wie versprochen die Herleitung … im Zitat:
„Die gesamte menschengemachte Masse wurde für 2020 auf rund 1,1 Billionen Tonnen geschätzt. Dazu zählen vor allem Beton, Zuschlagstoffe, Ziegel, Asphalt, Metalle und Kunststoffe. Nimmt man für dieses Material vereinfacht eine durchschnittliche Dichte von etwa 2 Tonnen pro Kubikmeter an, ergibt das rund 550 Milliarden Kubikmeter.
Verteilt man diese Menge gleichmäßig:
• über die gesamte Erdoberfläche von rund 510 Millionen km²: etwa 1 Millimeter Schichtdicke
• nur über die Landfläche von rund 149 Millionen km²: etwa 3,7 Millimeter Schichtdicke
In Metropolen konzentriert sich natürlich viel mehr Material. Für chinesische Großstädte ergibt eine grobe Rechnung etwa 1 Meter, in besonders dicht bebauten Zentren mehrere Meter.
New Yorks Gebäude allein wiegen schätzungsweise 764 Millionen Tonnen. Plattgewalzt über die gesamte Stadtfläche wären das bereits rund ein halber Meter, Straßen, Brücken, Tunnel und andere Infrastruktur noch nicht mitgerechnet.
Alles nur Überschlagsrechnungen, aber die Größenordnung passt.“
