Oh, ich habe schon verdammt lange keine Bilder aus der Zettel-und Plakatwirtschaft veröffentlicht. Das letzte mal im September 2024? Kann das sein? Tja, muss ja wohl. Woran liegt es? Werden es einfach weniger in der Stadt? Auf keinen Fall.
Es werden sogar immer mehr. Stichwort >237) Schriftverschmutzung.
Vermutlich war ich einfach weniger in der Stadt unterwegs.
Also los gehts:
Alternative zum Online-„Banking“ …
Tja … nun sieh mal zu, wie den Drahtesel wieder los wirst …
Guten Appetit …
???
Ach Mensch Heidi … ick weiß ja nich ….
Hier hatte ich im Vorbeigehen „Beamter“ gelesen …
Wichtigste Regel … nach Kauf eines Fernsehers niemals schauen, was er woanders kostet
Was es nicht alles gibt …
Meine Güte, auch das nun noch …
Ein Herren-Klo auf Madeira … na immerhin waren die Gesichter abgeklebt …
Ein paar Schnappschüsse der letzten Wochen, bitten eindringlich entlassen zu werden. Na jut. Hier sind sie.
Fangen wir mit einem „nachhaltigem Label für Frauen in allen Größen an“ …
… und machen mit einer schwierigen Kombination aus „Vergewaltigung“ und „Advertisement“ weiter.
Man könnte meinen, es gehe um „untenrum“, aber es geht wohl um Eigentumswohnungen. Wieder was gelernt.
Und noch ein Bild aus der Kategorie „hintenrum“. Fällt denn den Werbeagenturen nichts besseres mehr ein?? Man stelle sich dort einen Frauen-Hintern vor … da wär aber was los gewesen.
Hier kümmert sich ein junger Kerl mal um die Ampel und fordert Veränderungen.
Apropos Ampel, nächstes Wochenende wird in Brandenburg gewählt. Ich hoffe, 4,2 % der Wähler schalten noch ihren Kopf ein. (Quelle: https://dawum.de/Brandenburg/)
Und nun zur Digitalisierung in der Region.
„Wir möchten die Potenziale der Digitalisierung zum Wohle der Menschen und der Unternehmen in unserem Land ausschöpfen. Um das zu erreichen, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Dazu gehören vor allem gut ausgebaute und flächendeckende digitale Infrastrukturen.“ (Auszug aus „Digitales Brandenburg“ https://digitalesbb.de/ubersichtsseite/digitales-land/)
Jup, ein Anfang ist gemacht.
Beim anderen Mega-Thema Nachhaltigkeit, sind die Erlanger Bürger schon weiter. Sie haben einen Nachhaltigkeitstag.
Und im hippen Berlin gibts eine Krabbelgruppe für Eltern. Schade, dass meine Kinder schon älter sind.
Und zum Schluss noch das Thema Wassermangel. Aber zum Glück gibt es noch Alternativen.
Irgendwann werde ich die Serie umbenennen müssen, denn es wird scheinbar gar nicht mehr so viel per Hand auf Papier geschrieben, es wird eher geklebt, gedruckt und gesprayed. Na, is‘ auch Wurscht, gibt trotzdem immer was zum Entdecken.
Fangen wir mit unserem Wasser, auch das wird weniger und teurer, es sei denn man weiß, wo es das noch preiswert gibt. Man staune … in Luxemburg zum Beispiel.
Zurück in Berlin wird‘s noch billiger, da ist der Burger nur noch 10% homemade.
Ein paar Straßen weiter, scheint wieder Geld da zu sein, um an der „Connection“ zum verzogenen Gör zu arbeiten.
Bisher hatte ich nur in den Nachrichten davon gehört, die Berliner Verkehrsbetriebe bieten Stellplätze für Straßenmusikanten an. Gegen kleines Entgelt kann man da im zugigen U-Bahn-Eingang musizieren … oder man macht es draußen an der Oberfläche, wo man auch gesehen wird.
Hier läuft irgendein Knalli mit roten Anzug und langem Bart durch den Park und will Hunde ins ewige Chappi-Land befördern. Tja Kinder, sieht wohl schlecht aus mit Besuch vom Weihnachtsmann dieses Jahr.
Auch das bleibt nicht aus dieser Tage, aber just in diesem Moment kam mir eine Friedenstaube (in Straßen-grau) vor die Linse geflogen.
Bei der folgenden Reklame schrillten die Alarmglocken gleich mehrfach. Darf man so etwas noch ablichten? Und wieso grinst die so kess, wenn ihr die Wasserstrahlen auf die Oberweite prasseln. Das geht doch nicht! Und seit wann Bitteschön, wird wieder warm geduscht?
Ein neues Wandbild „ziert“ den Kiez, es bedarf aber eines (… mehrerer) Innehaltens, um es zu kapieren.
Und wenn wir unsere Planeten Erde ruinieren, vergiften und verpesten, ist auch egal. Nur weiter so. Denn es gibt jetzt schon Universal-Erden in Tüten. Bio sogar.
Zum Abschluss ein Plakat, welches mir in Heidelberg begegnet ist.
In diesem Sinne.
Bis bald mal wieder
PS: Bilder enthalten Marken und eingetragene Warenzeichen, ist rein zufällig, ich kriege‘ nix dafür. Leider.
Woran merkt man, dass Berlin eine neue konservative Regierung hat und in die Spandauer Vorstadt-Piefigkeit abdriftet? Ganz offensichtlich. Man erwägt, Radwege schmaler zu gestalten und echauffiert sich den Mund fusselig, wenn „Die letzte Generation“ die Säulen des Brandenburger Tors mit oranger Farbe besprüht.
Dann braucht man ewig um eine Reinigungs-Kompanie zusammenzukriegen und weil man so genervt davon ist, tönt man seit Tagen über die lokalen Medien, die Rechnung würde an „Die letzte Generation“ gehen. Polter, Polter. Durchgreifen! Kante zeigen! Jawohl! Also da bleibt selbst mir, als „established“-er Anwohner im schicki-micki-bio-veggie-fair-diversem Stadtbezirk Prenzlauer Berg die Spucke weg.
Wie einfältig, wilmersdorfig und charlottenburgisch uncool ist das denn lieber Herr Kai Wegner?
Dieses geschichtsträchtige Brandenburger Tor hat nun schon wirklich oft gelitten und alles überstanden. Weltkrieg, Silvesterparty, Pyromanen, Autoverkehr und jetzt droht es anscheinend umzukippen wegen etwas Farbe? Und nun glauben Sie, das macht man mit einem Sandstrahler weg und dann ist alles wieder gut? Davon mal abgesehen, dass in sechs Wochen wieder eine Sylvester-Party am Tor stattfindet?
Das ist doch lächerlich! Die ganze Stadt tropft vor Scheiß-nicht-lesbarem Graffiti (nicht Street Art gemeint) und mit dieser Schäbigkeit und alternativen Lebensweise werden Touristen nach Berlin gelockt und schleppen Geld hierher. Und dann führt man sich auf, wie der Gemeindevorsteher einer schwäbischen Kleinstadt zu Neujahr um 01:30 Uhr? Sorry, liebe Leser in schwäbischen Kleinstädten, es geht nicht gegen euch. Es geht mir um diese „Wir-wischen-das-mal-schnell-wieder-weg-und-dann-ist-alles-wieder-gut“-Mentalität, die hier in an den prominenten Stellen der „hippen“ Hauptstadt vermehrt Einzug hält.
Das ist lächerlich, dumm und provokant.
Hätte die Stadt ein bisschen Mumm, würde sie es einfach so belassen. Als … (ja durchaus) … hässlichen Anstoß zur Diskussion, für Einwohner und Besucher. Sollen die Menschen das gut oder schlecht finden, mir völlig egal, aber so ist das nun mal bei der Klima-Debatte … sie polarisiert … und da werden noch ganz andere Herausforderungen auf uns warten, also so ein bisschen Farbe. Sollen doch Touristen-Busse jeden Tag an diesem „Schandfleck“ vorbeifahren, sich ein Bild davon machen und damit konfrontiert werden. Sollen orange bepinselte Steinstücke verkauft werden, wie die gefälschten „original“ Mauerstücke seit über 30 Jahren.
Und wenn das „orange“ nun wirklich nicht ins Metropolen-Konzept passt, dann soll der Regierende Bürgermeister von Berlin, das von mir aus mit blau-gelb für die Ukraine überpinseln oder mit weiß-blau für Israel. Oder mit Regenbogen für alles Diverse auf dem Planeten, ist mir wirklich Wurscht.
Aber das wäre wenigstens ein Statement!
Stattdessen Waschlappen gegen Klimaproteste…
Weicheier!
… und wenn diese Betriebsamkeit bei unseren Baustellen herrschen würde … wir wären eine Metropole.
Aktuell fehlt mir etwas die Lust zum Schreiben. Sicher gibts eigentlich genug Themen, ein Blick in die Nachrichten pro Tag reicht aus, um sie zu sehen. Aber viele sind zu groß, zu mühsam, um mich an ihnen abzurackern. Dazu kommt ein durchaus pralles Tagesprogramm, „Arbeit“ genannt, die Family und ein paar nervige Zipperlein, die nicht verschwinden wollen. Also re-poste ich einfach, was andere schon geschrieben, gedruckt oder an Tafel und Wände geschmiert haben.
Also los geht‘s:
Das erste Bild hier, das strahlt nur so von Berliner Gastlichkeit. Ernsthaftes Trinken ab 20:00 Uhr. Na dann Prost.
Das nächste Schild kommt da schon etwas einladender daher, ist ja auch aus Ottawa. Da wo der Otter … na ihr ihr wißt schon.
Noch eines aus Canada, diesmal aus Huntsville.
Nun aber mal schnell ein Thema-Wechsel. Wir wechseln zur hochwertigen Ernährung.
Oh je, ich fühle schon den „hate“ im Netz aufkochen. Ich schalte mal besser rüber in die Abteilung Mobilität. Man braucht schon Zoom oder Brille, aber der Spruch ist cool.
Noch was aus Canada, aus der Heim-Elektronik. Da kann man auf dem Klo seine Kinder aufladen. Das ist super praktisch.
Und nun wieder zurück nach Deutschland. Danke an die Polit-Sternwarte in Berlin Mahlsdorf für dieses schöne Exemplar. Ein „Permanenttraget“ (französisch …) für wenig Asche.
Das nächste Schildchen stammt aus selber Hand, in Kleinmachnow gab es ordentlich Sommer-Rabatte für halbe Arme und Beine. Auch dafür großen Dank.
Der letzte Schnappschuss für heute, stammt natürlich aus unserer hippen Hauptstadt. Personalmangel wohin man sieht, besonders Schlüsselqualifikationen werden an jeder Häuser-Ecke rekrutiert.
Kurz vor dem Urlaub möchte ich noch mein schlaues Telefon von Deutschem Zettel-, Schilder-, und Beschriftungswahn befreien. Die Deutschen sind vielleicht nicht die Erfinder der Schrift, aber sie sind Erfinder der Vorschrift, Abschrift und Beschriftung. Und wenn es keine Zettel und kein Stifte mehr gibt (Engpässe, Lieferkette, usw … ihr wisst schon) dann sprayed der Deutsche sein Anliegen an die nächste Häuserwand.
Eigentlich ein Wunder, dass kaum Autos besprayed sind, aber hier zeigt sich die deutsche Seele. Fremde Wände, S-Bahn und Wartehäuschen, kann manzukleistern, aber ein Auto …., das tut man nicht. Das beschriftet man ordentlich.
Fangen wir an, mit den Fundstücken der letzten Monate:
Zunächst das Titelbild aufgenommen in München, bei dem Herrn Lindner wohl die Kinnlade auf den Boxster knallen würde, wenn er das sieht.
Weiter gehts mit dem schnuffigen Schweinchen, das auf einem PETA-Plaket an der S-Bahn für den Start ins vegane Leben wirbt. Sorry, aber ich musste das bringen. Gestern Abend gab‘s Salat zum Ausgleich.
Die „berühmte“ Schulden-Uhr an der Berliner Spree ist außer Betrieb. Immerhin haben wir somit unsere Schulden auf Null reduziert. Also entweder ist der Strom ausgegangen, die Anzahl der digitalen Zeichen hat nicht mehr gereicht oder das Ding gibt es jetzt nur noch online.
Beim nächsten Bild muss ich gar nicht viel sagen. Der Schreiberling hat meine volle Unterstützung
Der hier hat auch Recht. Ich habe ja nix gegen Vögel, habe aber auch noch nie verstanden, warum Menschen die Tauben in der Stadt füttern. Ich rede jetzt mal nicht von -20°C im Winter sondern immer. Aber der Ton im Kiez ist sehr freundlich, oder? Bitte. Danke.
Beim nächsten Bild habe ich verstanden, warum die Gerichte ewig ausgebucht sind.
Der „Duft-und Behindertengarten“ (was für ein Name in diesen Zeiten) wurde um einem weiteren Schild ergänzt. „Hunde mitnehmen verboten.“ Wie jetzt? Mit rein? Mit raus? Auf den Armen oder auf deren Füßen? Zum hier essen oder zum Mitnehmen?
Dinos are back in town! Live und umwerfend realistisch. In Prenzlauer Berg geht halt alles. Nur bei den Öffnungszeiten bin ich ausgestiegen. Na ja, Personalmangel überall.
Und nun noch mal das leide Thema Wohnen. Während die einen einfach „alles“ aufkaufen was es noch gibt, legen die anderen 2 Scheine Belohnung auf den Tisch und der nette Senad hilft dann beim Ausräumen.
Was soll das werden, wenn es fertig ist? Ein Kreuzworträtsel? Eine Partie Scrabble?
Berlin ist ein Paradies für Leute, die einen Mitteilungsdrang haben. Sei es über spießige Schilder, selbst gedruckte Handzettel oder per Sprühdose an Häuserwänden. Jeder hat etwas zu sagen, etwas zu meinen, etwas gut oder doof zu finden. Ich könnte alle Medien-Abonnements abbestellen und wüsste trotzdem halbwegs Bescheid, was die Leute umtreibt. Meistens zumindest. Manchmal kapiere ich es auch nicht sofort. Aber seht selbst.
Die Fundstücke der letzten Wochen:
Fangen wir mit dem Titelbild an. Der Ernst „Teddy“ >Thälmann in der Nähe, ist immer mal wieder umstritten, eigentlich seit 30 Jahren schon. Man diskutiert seine Rolle in der Vergangenheit und ist heute scharf auf all das kommunistische Metall aus dem er gegossen wurde. Maaaaan, jetzt lasst den doch da stehen Mensch, es gibt wirklich Wichtigeres zu tun.
Als nettes Kontrastprogramm ein Hinweisschild aufgenommen während eines Auswärtsspiels im Berliner Westen (Reinickendorf). Laaaaaangweilig. Wahrscheinlich wird der Teddy bald genau gegen solch ein Schild ausgetauscht. Dann haben sie es geschafft.
Bei den nächsten beiden Mitteilungen muss ich ehrlich gesagt passen. Ich kann mich ja in viele Sichtweisen hineinversetzen, aber hier bräuchte ich etwas Unterstützung.
Beim nächsten Schild hat ein „Gärtner“ oder eine „:In“ seinen Ärger gegenüber dem Irren abgelassen, der sich an den Pflanzen vergangen hat. Großartig! Leider hatte er keine größere Pappe zur Hand.
Hier war ich mir nicht ganz sicher, ob ich nun dazu aufgefordert werde, zum 1. Mai auf die Straße zu gehen oder >ausgediente Möbel rausstellen.
Beim nächsten Bild tue ich mich mit einem Intro schwer …
Beim Asia-Mann und seiner „:In“ muss man die Preise erhöhen, anscheinend kochen sie im Wesentlichen mit Sonnenblumen-Öl, Mehl und >Senf.
Das nächste Schild wirkte auf den ersten Blick ganz nett, aber nachdem ich es durchgelesen hatte, habe ich zu Hause die Tür von innen verrammelt. Bleibt mir bloß weg, so etwas machen echte Berliner nicht. „Hascht Luscht auf g‘mütliches Abendesse? Doa könne‘ ma auch mal English schwätze‘“ Nee, danke!
Hier in Berlin Mitte wurde es dann etwas deprimierend. Es geht bergab. Also das linke Haus meine ich 😉
Aber hier bekam ich dann wieder Hoffnung. Wir haben eine Zukunft.
Ich brauche mich gar nicht weit von meinem Höhlen-Office zu entfernen und schon finde ich neue Mitteilungen an Wänden, Bäumen und anderen Flächen im Kiez. Egal ob auf dem Weg zum Jogging, bei Besorgungen oder beim zum Ritual gewordenen Corona-Freigang, es gibt immer etwas Neues zu entdecken, wenn man mit offenen Augen durchs Viertel geht.
Hier ein paar Schnappschüsse seit der letzten Ausgabe im November:
Die ersten tragen noch eine sehr hohe Viruslast mit sich.
Bei diesem ersten Statement in blau, fragte ich mich schon, wie man solche Gedankengänge zusammenspinnen kann. Aber nun wurde der Verfasser zum Sohn einer „Sexarbeiter:In (m/w/d)“ erklärt und jemand anders pappte einen Regenbogen-Peace-Aufkleber drauf. Verkehrt herum, oder? Hat so‘n bisschen was von Wandzeitungsredaktion oder Kreativ-Werkstatt. Ich bin gespannt was noch kommt.
Bei dem hier, hat man anscheinend unterschiedliche Erfahrungen gesammelt. Während der erste Schreiberling nach der Impfung nichts mehr „zu Stande“ brachte, erfreut sich der Zweite wiedererstarkter Manneskraft. Ich vermute, der hat das Pfizer-/Biontech-Präparat bekommen. Ein Blick in die Packungsbeilage macht Hoffnung: „Kann Spuren von Viagra enthalten“
Das nächste Photo soll für heute mal das letzte Bild mit Covid-Bezug sein. Ich wäre dafür, dass man für Tattoo-Stecher und Graffiti-Sprayer eine mobile Rechtschreibprüfung entwickelt. Und dann aber noch eine zweite Rechtschreibprüfung für die erste Rechtschreibprüfung. Und dann noch eine dritte Rechtschreibprüfung für die zweite Rechtschreibprüfung. Sicher ist sicher.
Hier noch was zum Graffiti-Problem in Berlin. Der hier hatte immerhin Humor. „Ha, Ha, Ha“, es war aber auch nicht unsere Häuserwand. Aber immerhin stärken Beseitigungen von Graffiti und Reparaturen von demolierten Wartehäuschen bei Bus und Bahn das Deutsche Bruttoinlandsprodukt und sichert langfristig Arbeitsplätze. Also dann, weiter machen!
Und hier ein nettes Beispiel für Beschriftungen, bei denen ich im Vorbeihuschen etwas ganz anderes lese, als da eigentlich geschrieben steht. Ich dachte erst, ich sehe nicht richtig.
Das nächste Bild ist leider typisch für den Kiez. Jemand stellt vor lauter Altruismus (… oder Faulheit) seinen Krempel als „zu verschenken“ vor die Tür. Bei genauerem hinsehen, gilt das aber nicht für den Karton, denn den will er/sie zurückhaben. Ich wage mal die Behauptung, dass das kein gebürtiger Berliner war, sondern eher ein Arbeitsmigrant aus Südwestdeutschland. „Ned älles, was zwoi Backa hat, isch a Gsicht.“
Kommen wir so langsam zum Krieg in der Ukraine. Dieses infantile Kunstwerk hatte ich zwar schon in >Stop War – Vol 2 gebracht, aber es hat es wirklich verdient noch einmal zu erscheinen. Immerhin hängt es immer noch an der selben Stelle und wurde auch noch nicht überschrieben … was an sich schon einem Wunder gleicht.
Auch hier waren die Kids sehr kreativ, finde ich. Die Farben blau und gelb sind aktuell schwer zu kriegen. Das gilt auch für den hart umkämpften Kreidemarkt. Rohstoffknappheit … Spekulation … Lieferketten … Hamsterkäufe … Vergütung in Rubel … ihr wisst schon.
Den hier fand ich auch lustig. Auch wenn es ganz schön lange dauert, dass Nazis verstehen, dass man Quadrate nicht diagonal stapeln kann. Das geeeeeeeht nicht, man! Nun seht es doch endlich ein!
Eine Großstadt bietet genug Fläche, Meinungen oder Bedürfnisse kundzutun. Im Falle von Berlin läuft das häufig noch über Zettelwirtschaft. Immerhin findet man so noch Beachtung, während man im digitalen Dorf schnell verschüttgeht bzw. einen fäkalen Sturm vom Zaun bricht.
Hier ein paar Fundstücke aus den letzten 6 Monaten:
Es beginnt zunächst etwas covidistisch. Schönes Wortspiel eigentlich, allerdings in seiner Anspielung völlig an den Haaren herbeigezogen und überzogen. Trotzdem lichte ich es hier mal ab, als Dokument der Zeitgeschichte sozusagen.
Die nächsten 3 Bilder illustrieren wunderbar, was man sich mittlerweile so alles einfallen lassen muss, um in der Innenstadt eine Wohnung zu kriegen. Der eine meint, er legt einfach einen Tausi auf den Tisch und dann klappt das schon. Die junge Familie kann nur 500 berappen und designed daher ein Bilderbuch. Die drei Studenten haben gar keine Kohle und versuchen es mit Daten-Striptease.
Wer noch einen kleinen Raum frei hat, könnte neben einem Studenten auch einen Keramik-Ofen aufnehmen. Wenn er es schlau anstellt, könnte er mit der freigesetzten Hitze noch Sauna oder Pizza anbieten.
Bei der folgenden Nachricht, habe ich mir ausgemalt, was da wohl für ein Ehekrach ablief. Ein Carsten stellt eine „doofe Lampe“ auf die Straße und die Birgit kriegt am nächsten Tag einen Tobsuchtsanfall. Oder war es vielleicht andersrum? Allerdings müssen sie wohl etwas mehr aufrufen als 15 EUR, denn die Preise ziehen hier extrem an. Siehe oben.
Zu guter Letzt noch etwas Politik, wie immer kurz und knapp aber gut 😉
Sagt mal, bin ich der einzige dem auffällt, dass das Graffiti-Problem hier in den letzten Monaten vollends aus dem Ruder zu laufen scheint?
Woran mag das liegen?
Glauben diese „Künstler“, Polizei und Bahn-Sicherheit haben eh anderes zu tun in diesen Tagen, statt des Nächtens über Straßen und Gleise zu streifen?
Verschafft Corona den Typen einfach zu viel Zeit, um nachts ihre „Kreativität“ auszuleben? Und das nötige Kleingeld gleich noch mit dazu?
Meinen die etwa, nur weil aktuell jeder irgendetwas behaupten kann und „schon immer mal sagen können wollte“, dürfen die ihren geistigen Dünnpfiff auf Wände und Denkmäler sprayen?
Nicht falsch verstehen, ich mag Street Art und man kann in Berlin beeindruckende Werke finden. Richtig coole Sachen habe ich auch in >Sao Paulo und >Melbourne gesehen. Aber dieses planlose und destruktive Geschmiere, hat nichts mit Kunst zu tun. Da kann man mir nix erzählen. Das braucht man nicht einmal zu versuchen.
Eine Schule im Viertel hat letztes Jahr einen Deal mit dem Energie-Versorger gemacht und durfte die Stromkästen in der Umgebung gestalten. Und dabei sind auch coole Motive entstanden. Die haben‘s halt auf dem Kasten 😉
Aber seht selbst.
Mein Favorit ist der Astronaut. Welches findet ihr am besten?