743) Back to Reality

„Herzlich Willkommen in Berlin, wir sind soeben mit einer Verspätung von einer Stunde und 50 Minuten gelandet. Wir bedauern die Verspätung … zunächst Engpässe beim Enteisen in Berlin … dann Slot zugewiesen … Personalmangel bei der Flugsicherung in Frankreich … Sturm über Spanien und Portugal … nun ja … aber nun stellen Sie sich mal vor, sie wären mit der Deutschen Bahn gereist. Kommen Sie gut heim und viel Spaß beim Wäschewaschen“. So ungefähr verabschiedete sich der Chef der Kabinen-Crew gestern Abend um 23:08 Uhr. Zeit für eine erste Vitamin-D Pille.

Bis der Bus dann zum Flieger kam, die Koffer aus dem Keller auf‘s Band gespuckt  wurden, war es 23:46 Uhr, nun wenigstens noch die Bummel-S-Bahn kriegen mit 22 Minuten bis nach Schöneweide … „the place where you want to change trains in the middle of the night“ und dann noch mal 25 Minuten bis zum S-Bahnhof in der Hood.

Vom Eise befreit sind Spree und Fläche … na immerhin … auf die Schnauze sollten wir vergangene Nacht wohl nicht mehr fliegen, dafür sorgten viele Tonnen von Streusplit, der sich in den Schuh-Sohlen und Koffer-Rollen verfing. Gegen 01:00 waren wir im Headquarter. Nun bloß nicht mit den Schuhen übers Parket aus Tropenholz … 😉

Der Sonntagmorgen zeigt sich freundlich, die Sonne scheint sogar. Und was gibt‘s sonst so? Die Storkower Straße ist seit 6 oder 7 Wochen immer noch gesperrt. Wasserrohrbruch … oder so. Das Dachgeschoss gegenüber wird immer noch ausgebaut, (die Baumaßnahmen begannen übrigens vor Covid). Das Bettgestell vor dem Nachbarhaus wurde entfernt, nun steht ein Stuhl dort und eine hässliche Lampe. Bevor ich zur nächsten Vitamin-D Pille greife, gehe ich erst mal Joggen und arbeite gedanklich an nächsten Reisen und Ausflügen. Zu Ostern vielleicht was und Mitte Mai an die See? Und dann natürlich der große Roadtrip im Juni … aber da werde ich ein anderes Mal drüber schreiben.

Find schon was.

PS: Titelbild, via ChatGPT

742) Madeira…er

Meine verbleibenden Tage hier auf Madeira kann ich schon an zwei Fingern abzählen. Ja, ich ahne schon, das Mitleid aus Deutschland wird sich in Grenzen halten (oaaaahh … das tut uns aber Leid … heul … jammer).

Also genieße ich das mal noch ein wenig, bevor es zurück in die hippe Hauptstadt geht, die eigentlich seit Neujahr entweder mit Böllern, Schnee, Eis, Split oder Hundescheiße bedeckt ist. Oder alles im Wechsel, Schicht für Schicht, festgetrampelt, so dass sich Geologen irgendwann dran erfreuen können.

Ich habe schon überlegt, für den Rückflug auf die Lufthansa umzusteigen,
denn die streikt wohl gerade,
und dann könnten sie meinen Flug absagen,
und ich müsste hier bleiben.

Denn Madeira ist um einiges kleiner, schöner, grüner, sauberer, aufgeräumter, trockener, bergiger, blumiger, sonniger.

Die Menschen sind freundlicher, entspannter, umgänglicher, einladender, ruhiger … ihre Base is‘ viel gechillter … sagt man das so?

Der Verkehr ist friedlicher, die Supermärkte offener, die Luft besser, die Nachmittage heller, die Luft wärmer … also im Prinzip ist hier alles … irgendwie …

madeira …

madeira…er

am madeira…igsten …

oder so

 

„Im Durchschnitt hast du in den letzten vier Wochen viel häufiger die Treppe genommen“, sagt die schlaue Schritte-App

Sonst 5 Stockwerke im Schnitt, die letzten vier Wochen 37.

Wow. Bergmensch.

139) Postkarte von Madeira – 2

Und weiter geht’s mit ein paar Schnappschüssen von Madeira. Ich habe das Quartier von Machico nach Funchal gewechselt. Hier geht es schon etwas trubeliger zu,  aber immer noch viel entspannter als in der hippen Haupstadt daheim. Die dritte Woche habe ich Urlaub, Verstärkung aus der Heimat rückt an, die vierte Woche findet dann wieder hauptsächlich vor dem Rechner statt.

Zunächst ging es zum Caminho da Ribeira Grande im Norden der Stadt. Ein leichter Wanderweg führt vom Parkplatz dort zum Aussichtspunkt Balcões, der Blick auf die großen Berge der Gegend bietet.

Im Nordosten der Insel ging es den Levada do Caldeirão Verde entlang. Ein „mittelschwerer“ (… na ick weiß ja nich‘ …) Wanderweg entlang einer Levada, manchmal eng an der Felswand und dann noch durch vier stockfinstere Tunnel. Und dann das alles wieder zurück. Alle Ur-Ängste wurden dabei bedient. Enge, Höhe, inklusive der Befürchtung, mir den Kopf zu stoßen, mit dem Fuß umzuknicken und mich der Länge hinzuschmeißen. Levada‘s sind ganz typisch für Madeira, ein ausgeklügeltes System von Bewässerungsgräben, die das Wasser von den Bergen herableiten. Das kalte Wasser eignet sich auch wunderbar zum Kühlen des Knöchels.

Im Norden der Insel, in Porto Moniz, gibt es Wind, Wetter und Wasser von allen Seiten, natürliche „Pools“ und ein interessantes Arrangement aus Heliport und „kopfhängende“ Pflanzen.

Auf den 1,810 m hohen Pico del Arieiro führen zwei tolle Bergstraßen. Wir fuhren den Caminho Florestal das Serras de Setor António (eher eine schmale Forststraße, manchmal geschlossen) hoch auf den Berg (12°C und Winde wie auf dem Mt Everest) und dann die etwas breitere wieder E103 runter über Monte nach Funchal. Spektakuläääääär und was für Papa‘s, die gern Auto fahren.

Das verträumte Porto da Cruz ist was für Surfer und Aussteiger. Nur Jogger am Strand ziehen den kürzeren, er ist nur gute 100 Meter breit. Aber es gibt noch einen zweiten Strand, der etwas mehr Bewegung und Ausblick erlaubt.

So, das soll es mal für den Moment gewesen sein. Fortsetzung nicht ausgeschlossen.

 

<— 138) Postkarte von Madeira – 1

—> 140) Postkarte von Madeira – 3

138) Postkarte von Madeira – 1

Wie schon im Beitrag >Insel Office 3 erwähnt, bin ich aus dem schmuddeligen, dunklen, kalten Berlin zum Arbeiten wieder auf eine Insel geflüchtet. Diesmal sollte es Madeira sein.

Meine Base ist in Machico. Nettes Städtchen am Hang, nicht mal 20.000 Einwohner, hat aber alles was man braucht. Alles geht eine Nummer langsamer vonstatten, weniger aggressiv, es ist deutlich sauberer und mit 18°C natürlich auch wärmer.

Und falls man als Großstädter Entzugserscheinungen nach urbanem Flair kriegen sollte, kann man seinen Hunger danach hier trotzdem stillen. Man muss nur viel länger suchen.

Hipster-Bärte laufen mit riesigen Vapes durch die Stadt, Street Art (die Jugend war es), Bausünde, Leih-Fahrräder und Hausstände die open air zum Verkauf stehen.

 

Nicht weit von Machico kommt man zum östlichen Ende der Insel und kann über die Ponta de São Lourenço (a.k.a. Irland) wandern. Wirklich beindruckend und man kann einen halben Tag da verbringen. Da war nichts skurriles zu entdecken, trotzdem schön und gewaltig …windig.

Am Samstag ging es zu Fuß in den Nachbar-Ort Caniçal. Gemäß Karten-Dienst nur 1,5 h über den Berg … laut KI war der einberechnete Laufabschnitt durch einen Tunnel nicht relevant für uns, weil es wohl eine Alternative entlang der Levada do Caniçal (das sind antike Wassergräben). Also ging es zunächst steil bergauf, dann kam der besagt Tunnel, der angeblich „für uns nicht relevant ist“ und dann gin es es auf der anderen Seite wieder bergab Caniçal. Zwischendurch fragte ich mich, was wohl besser wäre. Wenn die Hacke hinten durch den Schuh bricht oder vorn die Zehen zu sehen sind. Das Tunnel-Erlebnis war so lala. Es war gefährlich, aber selbst kleinste Autos produzieren einen Höllenlärm, und ein portugiesischer Voll-Honk machte sich einen Spaß, indem er mit seinem alten Diesel Vollgas gab und den ganzen Tunnel in einen Räucherofen verwandelte. Obrigado du Blödmann.

 

Westlich von Machico liegt der Flughafen der Insel. Der ist dahingehend besonders, weil der Rundway
a) am Strand liegt
b) auf Stelzen gebaut wurde
c) wunderbar erreichbar und einsehbar ist
d) spektakuläre Anflüge bietet, wegen des Windes
e) häufige Warteschleifen und Durchstarten erfordert
… und Piloten ein besondere Lizenz brauchen.

Die Fluggäste dieser Lufthansa Maschine haben besonders viel Experience für ihr Geld bekommen und der andere Flieger der TAP hat dann erst mal einen anderen Flughafen auf Porto Santo angeflogen.

Am Sonntag ging es zu Fuß nach Santa Cruz. Eigentlich nur 1,5 Stunden zu Fuß, aber um nicht in einem Tunnel oder auf der Schnellstraße zu landen, sind wir „oben rum“ … nun ja 2,5 Stunden waren es dann. Aber von „da oben“ hatten wir guten Blick auf den Flughafen.

Santa Cruz ist ein kleiner Ort, ganz nett, am besten ist der steinige Strand, dann von da kann man die Anflüge bestens beobachten.

So, morgen muss ich wieder ran an die Tasten ..
dem Herrn Merz aus der Krise helfen …
mann oh Mann.

137) Postkarte vom Darß – 3

Nein, es war weniger Zufall, sondern eher ein Unfall, der mich über den Jahreswechsel nach Fischland Darss teleportiert hat. Allein. Aber nicht einsam.

Und so hatte ich also wunderbare Wintertage mit blauem Himmel und Sonnenschein, ein bescheidenes Silvesterfest mit wenig Krach und Dreck und danach zwei eher regnerische Tage, um zu … 

  • reflektieren und rekapitulieren,
  • notieren und akzeptieren,
  • sortieren und strukturieren,
  • orientieren und positionieren,
  • reorganisieren und priorisieren.

Und

  • Fisch dinieren
  • Körper trainieren
  • Podcasts konsumieren

Guten Start ins Jahr 2026 „ieren“seits und du lieber L. komm bald wieder auf die Füße!


Frühere Postkarten vom Darß

136) Postkarte von der See (feat. Kraftwerk)

Im Oktober / November zog es mich gleich zweimal an die Küste.

Für‘n „bisschen gucken“, Familientreffen und Musik.  

In Stralsund traut man seinen Augen nicht, wenn man aus der Kneipe kommt.

In Wieck bei Greifswald liegt Standup Paddling nun auch voll im Trend. Und der Trend  „bekloppte Sicherheits-Schlösser an Geländer hängen“ auch. Aber mit System.

Die Elektro-Musiker von Kraftwerk waren zu Gast in Rostock und feierten 55-jähriges Band-Jubiläum.

In Warnemünde ist die Mittel-Mole endlich durchgängig begehbar und eröffnet neue Perspektiven.

Bis dann eine gigantische Wolkendecke heranzog.

In Nienhagen rätseln die Bäume mal wieder, wer wohl als nächster dran ist.

Anders als die anderen Kinder Deutschlands lernen die Kinder hier recht früh, bloß nicht immer auf wem Weg zu bleiben.

Denn manchmal ist der Weg einfach weg.

Auf diesem Wege, schönen zweiten Advent … uuups …. schon ? … war nicht erst Ostern?

 

135) Postkarte aus Eisenach

Für ein Männerwochenende verschlug es mich nach Eisenach im Thüringer Wald.

Männerwochende = ((Frischluft + hopfenbasierte Kaltgetränke + Politdiskussion)-U18)-XX))

Getreu den Statuten dieses Blog hier, war ich sozusagen im T.Forest. Dort, wo auch schon die Herren Luther und Bach unterwegs waren. Nur halt nicht zur gleichen Zeit.

Hier links die Geburts-Hütte von Johann-Sebastian und rechts der Workshop vom Martin.

Der Fensterbauer der Familie Bach, hatte wohl zu viel Met getrunken, aber als das schiefe Fenster aufgefallen war, war das Haus schon fertig und dann war immer keine Zeit … wie es halt so ist mit hochtalentierten Kindern.

Die Gastronomie Eisenachs zeigt sich weltoffen …

Der Einzelhandel brummt so vor sich hin…

Und auch hier ist der Wohnungsmarkt erheblich unter Druck. Man muss halt nehmen was man kriegen kann.

Die Schäden der großen Pulverexplosion im Jahre 1810 sind immer noch nicht behoben.

Doch nun wurde ein Arbeitskreis gegründet, der den Weg zur Bildung einer Kommission ebnen soll, die dann wiederum das Vergabeverfahren auf europäischer Ebene vorbereiten wird, um dann hoffentlich noch vor dem 1000-jährigen Stadtjubiläum erste Untersuchungen für mögliche Sanierungsarbeiten an dieser denkmalgeschützten Fassade erwägen zu können.

Tja, und ringsherum gibt‘s halt Hügel und so. Und viele bunte Blätter.

Schön war‘s!

134) Postkarte von Langkawi

Eine Reisegruppe von Langkawi zurück nach Berlin zu bekommen, kann gut und gern 33 Stunden dauern, je nachdem wie die Flieger fliegen … oder die Airlines dann noch umbuchen. Aber gut, die kostbare Fracht ist zurück im hippen Berlin. Die Verbindung Singapur – Doha, hatte über großem Wasser, ein paar „up and downs“ für uns organisiert, ich wüsste gar nicht dass ich die gebucht hatte, aber nun ja, manchmal bekommt man halt mehr als man ertragen will. Trotzdem noch ein paar Bilder von dieser siebten, achten Etappe … je nach dem, wie man zählt.

Wenn man nach Langkawi will, kommt man entweder reingeflogen oder man nimmt eine >Fähre von Kuala Perlis. Den Ort fand ich jetzt nicht so pralle, lebt im Prinzip nur vor dem Fährverkehr, ansonsten ist da nicht viel los. Und wer Lust auf‘n Bierchen hat, wird in Perlis auf zuckende Schultern und schüttelnde Köpfe treffen.

Die Moschee am Wasser hat schon was, ich denke, dass eine hat auch mit dem anderen zu tun.

Es gibt aber eine großartige Seafood-Kneipe dort … klick hier.

Auf der Insel Langkawi gibt es Traditionelles …

… aber auch den ganzen Touri-Kram, den es überall auf der Welt gibt.

Weitere Bilder bringe ich dazu mal nicht.

Affen gab‘s auch, hier zum Beispiel eher schüchtern in den Bäumen von Kuah‘s „Stadtpark“ oder sonst gern überall und hungrig fordernd am Straßenrand oder im Busch.

Mir stecken die Flugstunden noch etwas in den Knochen, also lege ich mal hier ein paar Eindrücke unkommentiert auf den Tisch.

Und zum Schluss, ja … nun … ich will nicht den Spielverderber spielen … aber es gehört zu diesem Blog hier dazu … also … eat this!

Diese Postkarte ist Teil einer Serie aus August 2025:

<— 133) Postkarte aus Penang / George Town

694) Ganz dicht dran an der Traumhütte

Wie sieht meine Traumhütte wohl aus? Zehn Zimmer, Swimmingpool, Terrasse, Billiard und Privat-Kino? Auf keinen Fall.

Hier auf Langkawi, habe ich gerade eine Hütte gefunden, die meinem Geschmack schon sehr nahe kommt. Zumindest für eine gewisse Zeit.

Ein Restaurant bildet dabei die Zentrum des Geländes, luftig, ohne Seitenwände, mit Palmenblättern auf dem Dach, ein Propeller (Fan) an der Decke tut sein drehendes Werk, aus den Boxen blubbert ein Reagge, sonst völlig zwangloses Geschehen, rings herum strotzt es nur so vor grün.

 

Drei oder vier zweigeschossige Hütten stehen drum herum. Aufgesetzt, auf Beton-Stehlen, die Wände mit roten Ziegeln gemauert. Zu jeder Hütte gehört eine kleine überdachte Veranda und Sitzmöbel aus Holz. Nicht dieses furchtbare Plastik-Stapel-Sitz-Zeugs oder Press-Span aus Schweden, sondern Vollholz. Man sieht, dass es von Menschen gemacht wurde, man kann es anfassen, man spürt dessen Furchen und Unebenheiten ich mag das.

Die Wände innen wurden nur grob verputzt, keine Tapete, sondern nur etwas Farbe mit einem Schwamm oder öder ähnlichem verwischt, dann drüber lackiert. Die Türen, Ablagen und Schränke sind aus dunklem Holz im „used look“, die Beschläge aus angelaufenem Messing. Der Fußboden ist weiß gefliest, angenehm kühl, meine Hütte kommt ohne parasitäre Teppiche aus. Eine Anrichte aus dunklem Holz, ein Wasser-Kocher, Kaffee und Tee und hinter der Holztür dezent versteckt ein Kühlschrank, der groß genug ist und nachts nicht brummt.

Hier und da gibts einen Spalt, groß genug für einen Gecko, der zu Besuch kommt, aber zu eng für anderes Getier. Einzelne cholorierte Glasscheiben lassen Tageslicht hinein, halten die Sonne aber sonst draußen.

Ein großes Bett steht im Zimmer, auch aus dunklem Holz gefertigt, auf ihm eine feste Matratze, zwei prall gefüllte Kissen und weiße Bettwäsche, darüber ein Fan und eine Klimaanlage.

Das Bad ist geräumig, die Dusche Open Air. Man kann beim Duschen in den Himmel gucken. Hier und da sind handgefertigte Fliesen in die Wände eingelassen, Bambusstangen bilden Duschstange und Handtuch-Halter. Da wo das Holz ein paar Astlöcher hat, wurde Toiletten-Papier reingestopft. Ein großes, weißes Waschbecken, auf einem Waschtisch, ein Spiegel oben drüber und eine müde Lampe … reduced to the max … mehr brauche ich nicht.

Sollte es mal regnen, was es ja im August durchaus tut, dann tappert man einfach barfuß raus auf die Wege und Straßen, platscht in die Pfützen, schaut Richtung Himmel und entscheidet … vielleicht doch noch etwas unter dem Palmendach sitzen zu bleiben. Ab und zu schaut eine Katze nach dem Rechten, oder ein „Squirrel“ hüpft von Ast zu Ast.

Draußen auf der Straße steht ein VW Bulli, Rechtslenker, er gehört wohl dem Chef.

Jetzt bräuchte man eigentlich nur die Schlüssel und man könnte eine Runde drehen 😉

693) Einfach weiter nach Norden

Seit ein paar Tagen nehmen die e-mails der Fluggesellschaften wieder zu. Upgrade, Beinfreiheit, Handgepäck usw.

Irgend etwas muss anscheinend anliegen. Ach ja, die Heimreise. Doof. Das kommt mir jetzt irgendwie gerade etwas ungelegen.

Da sind wir nun von Singapur die ca. 1.500 km hier rauf bis kurz vor Thailand gefahren, jetzt könnten wir das doch noch fortsetzen.

Von hier einfach nordwärts fahren nach Thailand auf die Insel Phuket, das sind  läppische 450 KM, ist doch ein Klacks. Die Phang-Nga Bay liegt sogar auf‘m Weg.

Weiter rüber nach Surat Thani, nur 2:38 Stunden bei normalem Verkehr, von dort ist auch Ko Samui nicht mehr weit. Dann den schmalen Streifen Thailands hoch bis nach Bangkok, kann man sogar fliegen, in einer Stunde und zehn Minuten. Dann mit dem Auto weiter nach Chiang Mai, da wollte ich schon immer mal hin.

Oder erst mal eben kurz nach rechts abbiegen, über Kambodscha nach Vietnam. Weiter durch Laos und dann erst zurück nach Thailand und nach Chiang Mai. Muss ja nicht gleich wieder in Stress ausarten. Chiang Mai rennt doch nicht weg, steht da schon seit dem 13. Jahrhundert.

Und wenn wir schon mal da sind, ich meine … dann ist China ja quasi schon „umme Ecke“, da wären wir ja blöd, wenn wir das nicht auch noch gleich mitnehmen. Da soll‘s auch ein bisschen was zu sehen geben und zu futtern auch … hört man so.

Bing: Wieder eine e-Mail.

„Your flight to Berlin is ready to check in“

Nervt mich doch nicht … warum kann denn nicht einfach für die nächsten drei Monate der Luftraum über Asien gesperrt werden?

PS: Titelbild via ChatGPT