Noah war vielleicht gerade mal ein Drittel der Wanderung um den Glendalough Upper Lake gelaufen. Es ging bergauf, Stein um Stein. Mühsam. Sonnig und heiß war es … ungewöhnlich für einen Irischen Sommer, aber so sind die Dinge nun mal heutzutage.
Um etwas zu verschnaufen nahm er Platz auf einem Stein. „Alter, ist der heiß“ … entfuhr es ihm und er sprang wieder auf. „Ja, was soll ich ich denn sagen“ … erwiderte der Stein.
Noah: Tach‘ Stein.
Stein: Hija Mensch, how are you?
Noah: Mir geht‘s gut … und was machst du hier so?
Stein: Ich liege hier so herum.
Noah: Würde ich auch gern mal.
Stein: Sicher?
Noah: Na klar doch, ich meine einfach nur hier so rum …
Stein: Ich habe alle Hände voll zu tun, selbst wenn ich keine habe.
Noah: Wie das?
Stein: Immer einen stabilen Eindruck machen, denn wenn nicht, zerstückeln die mich und machen aus mir … Straße.
Noah: Ja, gut aber ich meine … trotzdem … ist es doch recht … locker hier … oder?
Stein: Von wegen, entweder ist es kalt, nass oder heiß … und rückt mir ein Nachbar auf die Pelle, werde ich den lange nicht mehr los.
Noah: Ja, so einen habe ich auch.
Stein: Und wenn das hier alles ins Rutschen gerät, muss ich aufpassen, dass ich von denen da oben nichts aufs Dach kriege und ich trotzdem genug Steine unter mir habe, um weiterhin weit genug oben zu bleiben.
Noah: Selbst hier?
Stein: Gerade hier!
Noah: Ok, ich muss weiter.
Stein: Ihr Menschen müsst immer irgendwohin. Ich muss dafür sorgen, dass ich hier bleiben kann.






