In meinen letzten Beiträgen war ich ja eher innenpolitisch unterwegs. Nun muss aber mal wieder eine Widrigkeit des Alltags besprochen werden, denn die gibt es schließlich auch weiterhin. Reformen und Straße von Hormus hin oder her.
Heute geht es mal wieder um die Abteilung „Sanitär“. Die war durch meine frühreren Dienstreisen und Hotelaufenthalte schon oft ein Thema hier. Aber es kommen immer wieder neue Herausforderungen dazu. Man lernt eben nie aus.
Hotels haben den Nachteil, dass auf dem Porzellan schon viele Menschen unterwegs waren. Das ist im Prinzip nicht schlimm, wenn man ein paar Grundregeln einhält und sein Abendbrot nicht gerade auf dem Klodeckel verzehrt.
Es gibt aber Momente, in denen man nun einmal die Klobürste braucht. Die hängt häufig in einer Art Abtropfschale. Ist diese aus Glas oder Keramik, hat sie genug Eigengewicht und bleibt in der Halterung, wenn man die Bürste herauszieht. Alles gut.
Besteht sie allerdings aus Plastik oder leichtem Alu, hebt man dummerweise relativ oft gleich den ganzen Becher mit an. Möglicherweise wurde die Bürste irgendwann auch nachgerüstet und passt nicht mehr hundertprozentig in die Tropfschale.
Dann hat man im Prinzip zwei Möglichkeiten:
A) Man befreit die Bürste nachträglich und steht anschließend mit diesem blöden Plastikbecher in der Hand da. Unpraktisch
B) Man geht in die Knie, beugt sich zur Schale hinunter, hält den Plastikbecher fest und zieht dann die Bürste heraus.
Letzteres sollte man allerdings nur (!) dann tun, wenn man sicher weiß, dass sich im Plastikbecher kein Restwasser gesammelt hat. Denn dann schnellen die nassen Borsten zurück und transportieren Hunderte kleiner Tropfen mitten ins Gesicht. Lecker.
Dann kann man erst mal duschen gehen.
Lesson learned: Man kann die Vorgehensweise nach Variante B) durchaus weiterentwickeln. Dann aber vielleicht lieber versuchen, den Becher mit der Schuhsohle zu fixieren.









