439) Return to Gender

Return to Gender …
…love me Gender …
…and kiss me genderly …

Ok, ich lass es. Blöde Wortspiele. Wird nicht besser.

Ich dachte, jetzt, wo Corona nicht mehr so performed und wir noch keinen Termin für die Weiterbildung in militärischer Luftfahrt haben, können wir doch mal kurz beim Gendern anklopfen und fragen, wie es denn an der Front so vorangeht. Ich habe lange nichts dazu geschrieben. Zuletzt im Frühjahr 2021 … mit >170) Heute schon gegendert? Halbe Ewigkeit her.

Und wie ist es nun darum bestellt?

Nun ja. Mittlerweile gibt‘s Busfahrer … für Innen … und Radfahrer heißen „Radfahrende“. Für Fußgänger versucht man es krampfhaft mit „Zufußgehende“, aber das scheint ein/e Rohrkrepierer_In zu werden. Egal ob zusammen oder getrennt geschrieben. Es gibt >Abstimmungshelfende, „Lehrende“, „Lernende“, „Mitarbeitende“ und „Parkende“ … die von Parkbeginn bis Parkende Angst um „die“ Kiste, „den“ Flitzer oder „das“ Coupet haben.

Bei den digitalen Assistenten ist man sich auch nicht einig. Säuseln Alexa und Siri durch die Lautsprecher, hört man “ihr“ gern zu, gibt ChatGPT eine fragwürdige Antwort ist „er“ dumm. Und selbst bei den weniger smarten Geräten (sächlich wohlgemerkt), schiebt man gern der männlichen Form die Schuld in die Schuhe. Neulich streikte „das“ Kaffeeausgabegerät im Seniorenheim. Es schluckte fleißig Euro-Münzen, produzierte aber keinen Kaffee. Als wir jemanden von der Belegschaft holten, sagte die Dame, sie wisse ja auch nicht, was da los ist … aber „der“ spinnt immer häufiger … „der“ macht  zunehmend was „er“ will. Ich fragte kurz, warum denn er ein „er“ sei, es sei doch wohl eher eine „sie“. Eine Kaffeemaschine halt. Aber darauf ging die Frau nicht ein und ich vermied es, weiter zu provozieren, denn schließlich wollte ich ja noch ein Heißgetränk (sächlich wohlgemerkt) … haben. Bloß gut, dass die Bahn und die BVG eher weiblich formuliert sind. Dann kann man dann auch mal auf „sie“ schimpfen, gut dass wir nicht in München beim MVV wohnen, sonst sähe es schlimm aus.

Auch Corona war sich nicht so richtig klar, ob es nun „der“ Virus oder „das“ Virus sein wollte und entschied sich kurzerhand für „die“ allumfassende Pandemie.

Die Pflanzenwelt ist voll im letzten Jahrtausend hängengeblieben. Das geht‘s noch richtig konservativ zur Sache. „Männertreu“ und „fleißiges Lieschen“ heißen da zum Beispiel zwei Balkonpflanzen. Unmöglich. Überhaupt kein Reformwille, kein Bestreben mit dem Zeitgeist zu gehen … sich auch mal an neue Bedingungen anzupassen. Nee. Typisch. Ewig gestrig. Immer schön den Status Quo wahren, die Menschen sollen sich umstellen … aber das gemeine Balkon-Kraut macht auf stur oder was? Meint, dass geht alles nichts an.

So geht nicht das nicht, hier muss jedes Erden-Dings einen Beitrag leisten!

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438) Hier hast’ne Mark, kauf‘ dir‘n Eis

Hier hast’ne Mark, kauf‘ dir‘n Eis. So ähnlich habe ich das noch im Ohr. Egal ob DDR-Mark, D-Mark oder später mit dem Euro. Mit der 1,-Münze konnst‘de immer ein Eis bekommen, auch wen die Kugeln immer kleiner wurden. Neulich bei unserem Supi-Dupi-Schickimicki-Bio-Veggie-Öko-Eis-Laden um die Ecke wurde die Kugel mit stolzen 2,30 EUR and die Wand genagelt. Den Zusatz „nur“ hat man freundlicherweise weggelassen. „Hier Kind, hast‘de 4 Mark, kauf‘ dir‘n Eis.“

Ja, die Preise … flatulieren … ähm … inflatonieren. Sie steigen oder der materielle Gegenwert nimmt ab. Egal ob Eis, Käse, Brot … Pizza … Döner. Weiß jeder … können wir kurz halten.

Und da wird gejammert und geschimpft, teils zurecht, teils aber auch nicht.

Ich habe mal die Kosten für die Supermarkt-und Drogerieeinkäufe der letzten 2 Jahre durch die Excel-Wundermaschine rattern lassen. Das ist recht einfach und ziemlich vollständig, da wir eigentlich immer bei denselben Unternehmen einkaufen und meistens alles übers Plastikgeld läuft. Das ging also recht simpel und schnell.

Und siehe da. Die monatlichen Kosten sind seit zwei Jahren recht ähnlich, Tendenz sogar leicht fallend.

Wie das? Wir waren doch sogar mehr zu Hause. Weniger im Urlaub. Ich sogar 100% im Homeoffice. Die Kids werden älter und verbrauchen mehr. Haben auch ihre Wünsche. Wo ist denn die Preisexplosion an der Supermarkt-Kasse? Ich kann die nicht sehen, zumindest in den letzten 2 Jahren nicht.

Ich will damit nicht sagen, dass die Einzel-Preise nicht steigen, das tun sie ja nachweislich. Aber warum brauchen wir dann kein höheres Budget, um die Futter-Luke zu füllen?

Hat sich das Einkaufsverhalten verändert? Muss ja.

  • Schauen wir besonders auf die Preise?  Vielleicht etwas, aber ich studiere die nicht.
  • Kaufen wir andere Produkte? Ja, weniger Fleisch-und Wurst-Zeugs.
  • Fließt die Kohle nun eher an Food-Lieferanten? Sicher nicht.
  • Konsumieren wir etwa weniger? Das glaube ich schon eher.

Eine Menge Fragezeichen, ich weiß. Kann ich mir nur selber beantworten. Zeigt mir aber schon, dass man durch Umstellung des Einkaufsverhaltens (ohne Qualitätseinbußen und Verbote) die Gesamtkosten in Schranken halten kann. Anders kann ich mir das nicht erklären. Oder hat jemand eine schlaue Idee?

56) Abwärts – Vol 3

30.04.2023. Noah lümmelt auf der Couch. Er nippt an einem Bier. Die Augen werden langsam schwer, aber er will noch die Spätnachrichten sehen. Der Moderator Christian Sievers eröffnet die Sendung mit dem 30-jährigen Jubiläum des Internets und interviewt im Anschluss eine KI namens Jenny. Noah reibt sich die Augen. Cool gemacht. Ein KI-Experte ist zu Gast und kommentiert das Ganze.

30.04.2028. Noah lümmelt auf seinem Multifunktionsmöbel. Er nippt an einer hopfenbasierten Nährlösung. Die Augen werden langsam schwer, aber er will noch die Spätnachrichten sehen. Der Virturator Chris S. eröffnet die Sendung mit dem 35-jährigen Jubiläum des Internets und interviewt im Anschluss wieder diese Jenny. So wie die letzten Jahre. Experten kommen nicht mehr ins Studio. Zu aufwändig. Zu teuer. Zu unberechenbar.

03.04.2033. Noah liegt in einer Nährlösung. Er muss noch die Pflichtfilme im Spätprogramm sehen. Alle Menschen müssen das tun. Damit sie nicht vor Langeweile durchdrehen. Das hat das Ministerium für Kultur und Digitalisierung mal verordnet. Nachrichten gibt es schon einige Jahre nicht mehr, denn es geschieht ja auch nichts Nennenswertes über das sich berichten liesse. Den Virturator Chris S. hatte man bald wieder deinstalliert, er war nur als Brückentechnologie gedacht. Jenny ist mittlerweile Bundespräsidentin und spricht einmal im Monat zu den Konsumenten…

Noah‘s Smart Phone macht „bling“ und er schreckt von der Couch hoch.

Yumi: Hey, wie geht‘s?
Noah: Abwärts

Yumi: Wieso?
Noah: Der Sievers hat eine KI interviewt

Yumi: Alles nur hype
Noah: Weiß nich

Yumi: Warum?
Noah: Hab geträumt

Yumi: „Was denn?
Noah: Von Jenny

<— Abwärts – Vol 2

82) Mit Tragegriff und Zugband

Kommen wir heute neben all den großen Themen auf der Weltbühne, mal zu den kleinen aber fiesen Angelegenheiten. Das sind Momente und Entscheidungen, die mich an den Rand des Wahnsinns treiben.

Mülltüten kaufen.

  • Es beginnt schon bei der Größe. Welche brauchen wir da noch mal? Eine Zeit lang, konnte ich mir eine Eselsbrücke über mein Alter bauen, aber ich merke zunehmend, dass das nicht mehr funktioniert.
  • Und dann die Bauart: Mit Tragegriff, ohne Tragegriff, mit Zugband, mit Fixierband
  • Und dann die Farbe: grün, blau, grau, gelb, blickdicht, transparent
  • Und der Duft: Zitrone, Orange, Lemon
  • Und die Umwelt nicht vergessen: Bio, kompostierbar, recyclebar, klimafreundlich
  • Und dann noch weitere Attribute: reissfest, flüssigkeitsdicht, anti-rutsch und mit Geruchsstop.
  • Dann gibts noch welche mit Erdbeer-Geschmack, Noppen … ach nee … ich bin wohl zu weit gelaufen … ich stehe mittlerweile vor dem Regal „Zweisamkeit“ in der Herrenkosmetik.

Aber jetzt beginnt der Einkauf, doch noch lustig zu werden. Der Frust, der mit der Auswahl von Mülltüten einhergeht, verschwindet und macht Platz für Späßchen.

Ich stelle mir die oben genannten Eigenschaften für das Regal des „Naturkautschuks“ vor. „Mit Tragegriff und Zugband“, „anti-rutsch und kompostierbar“ … ich hau‘ mich weg.  

Die Dame, die nebenan die Regale einräumt, schaut skeptisch rüber …

Und wieder einmal schließe ich einen Beitrag mit einem Zitat aus „Essentialism: The Disciplined Pursuit of Less“ von Greg McKeown

As Peter Drucker said, “In a few hundred years, when the history of our time will be written from a long-term perspective, it is likely that the most important event historians will see is not technology, not the Internet, not e-commerce. It is an unprecedented change in the human condition. For the first time – literally – substantial and rapidly growing numbers of people have choices. For the first time, they will have to manage themselves. And society is totally unprepared for it.

Die Menschheit wird nicht am Mangel zu Grunde gehen, sondern an der Auswahl. 

437) Abschied

Wie verabschiedet man sich von einem Menschen?

„Blöde Frage, ist doch ganz einfach,
Auf Wiedersehen
Mach’s gut.
Bis bald.
Tschö mit Ö
Tschüssikowski, Bissidanski
See you later Aligator“

Nein, ich meine ernsthafter und konsequenter.
So, wenn man davon ausgeht, dass man sich nicht wiedersieht.
Ein Abschied für immer halt.

„Kriegt man doch hin, easy Mann,
War eine schöne Zeit.
Ich wünsch dir alles Gute.
Werde dich nie vergessen
Du weißt, wo du mich findest
Wenn alle Stricke reissen…“

Nein, nein, dass lässt immer noch auf ein Wiedersehen hoffen.
Ich meine für immer. Wirklich. Ohne Zweifel.

Mit absoluter Sicherheit …
wenn man nicht ans Paradies glaubt …
und wenn der Pflegedienst sagt: 

„Wenn sich noch jemand verabschieden will, dann besser bald“.

Keine Antwort

436) Ein Tag Stillstand

Am Montag haben wir einen Feiertag, der 1. Mai. Für mich als Montagsmuffel ist das wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Ich kann meinen Rechner mit bestem Gewissen ausgeschaltet lassen, denn viele andere Länder auf der ganzen Welt haben auch einen Feiertag. Da kommt also sowieso nicht viel rein. Von diesem freien Tag profitiert allerdings im Wesentlichen nur die Büro-Zunft. Transport, Flugverkehr, Entertainment, Kultur, Gastronomie und selbst Produktion läuft ja meistens reduziert weiter. Was mich auf den folgenden Gedanken bringt. 

Jetzt mal angenommen, alle Länder der Welt vereinbaren sich auf einen weltweiten Feiertag, an dem nur die absoluten Essentials in Betrieb bleiben. Medizinischer Notdienst, Energieversorgung, Sicherheit, Feuerwehr. Sonst nichts. Kein Verkehr, alle privaten Autos lahmgelegt, kein Netflix, kein privates Internet, niente, nada.
Ja, klingt illusorisch, bereits bei der Formulierung „alle Länder der Welt vereinbaren sich auf …“ könnte man aufhören zu lesen, aber trotzdem.

Bleiben wir mal bei der Annahme.

  • Wie hoch ist eigentlich der absolute Energie-Minimalbedarf der Menschheit und wieviel kommt on top durch Arbeitswege, Vergnügen und Konsum? Und was ist das Minimum eigentlich?
  • Wieviele Tage vorher müsste man mit dem Herunterfahren beginnen, damit dann wirklich alles Gerät am Boden, in den Depots und Häfen ist? 
  • Wieviel Mensch und Material ist eigentlich zeitgleich unterwegs und müsste zum Stillstand gebracht werden?
  • Und fliegen dann Kraftwerke in die Luft, weil keiner mehr den Strom abnimmt? Bricht am nächsten Arbeitstag alles zusammen, wenn wieder Normalbetrieb herrscht?
  • Drehen die Menschen durch, weil sie außer Quatschen, Lesen, Radfahren, Spazierengehen und Beten nichts tun können?
  • Bleibt man eh besser zu Hause, weil Füchse, Wildschweine und Wölfe die Straßen erobern?
  • Gibt es mehr Plünderungen, Banküberfälle oder sogar weniger, weil die Bad Boys ja auch nur zur Fuß oder per Rad an-und abrücken können?
  • Wird im Vorfeld ein Schwarzmarkt der Sondererlaubnisse und Ausnahmen entstehen? Befeuert solch ein Tag die Korruption?
  • Werden die Regierungen verklagt werden, weil sich irgendwer in der persönlichen Freiheit beschränkt sieht? Weil an diesem Tag natürlich irgendwo Nachteile entstehen?
  • Was machen die Menschen am Tag zuvor? Noch mal richtig die Sau rauslassen? Fahren, Daddeln, Hören, Glotzen, Surfen, was das Zeug hält? Quasi „vor-konsumieren“, um dann einen Tag „konsumtrocken“ zu leben?

Fragen über Fragen.

Grüße an die Küchen-Philosophen

435) Strampeln in der Zukunft

Der / die / das ein oder andere lesende Subjekt hat schon mitbekommen, dass ich mir eine Art „Hometrainer“ fürs Homeoffice gegönnt habe. Wenn ich schon den ganzen Tag vor dem Rechner sitze, dann kann ich nebenbei auch ein paar Kalorien verbrennen.

Manch andere Kollegen laufen bei der Arbeit auf einem Walking Pad, das Bild wackelt mir aber zu sehr, wenn deren Kamera an ist. Da ist mir Strampelvariante etwas stabiler. Es gab schon Anfragen, ob ich damit auch Strom erzeugen kann … leider nein … ich würd’s aber machen 😉 Aber darum geht’s heute nicht.

Da ich nun bei der Arbeit strampeln kann, kann ich das auch in meiner Freizeit machen. Und vielleicht dann noch nebenbei endlich mal mit der Serie „Black Mirror“ beginnen (… ich Spätzünder ich …).

Gesagt. Getan. Großartig die Serie! Genau mein Geschmack und sehr passend zu meinen Alter Ego Noah und seinem  >Arbeitsalltag und seinen >Reisen in der virtuellen Welt.

Also sitze ich auf meinem Home Trainer und bereits in Staffel 1, in der Folge „Das Leben als Spiel“ glaube ich, ich bin im (falschen) Film. Es geht im Wesentlichen um die künftige Menschheit, die täglich in gigantischen Fitness-Centern strampeln und Strom erzeugen muss. Sie hausen in winzigen Räumen, eingerahmt von Bildschirmen und werden permanent mit Werbung vollgedröhnt, die sie nur stoppen können, wenn sie genug „Strampelguthaben“ haben.

Diesem Hamsterrad können sie nur entfliehen, wenn sie sich ans Fernsehen verkaufen und da zum Voll-Honk machen oder in Pornos präsentieren.

Na wunderbar. Was für eine tolle Zukunft. Und genau in diesem Moment sitze ich auf dem Hometrainer und strampele …

Schönen „Tag der Arbeit“!

434) Kistennebel (…mit einer Prise AI)

Immer wenn ich an der Supermarktkasse stehe und auf die Rauchwaren hinterm Förderband blicke, bin ich eigentlich ganz froh, nicht mehr rauchen zu müssen. Und sollte ich doch mal einen Jieper kriegen, schaue ich auf die Rauchfrei-App auf meinem Telefon und bin dann ganz zufrieden mit mir … den Wert eines Mittelklassewagens nicht geraucht zu haben.

Natürlich sind da diese ekelhaften Fotos auf den Verpackungen, die aufgedruckt werden müssen. Loch in der Kehle, Zunge verfault und nix mehr los in der Hos‘. Na lecker. 

Aber es gibt mittlerweile auch Rauch-Equipment in Plastikkisten. Das ist ja noch ekliger. Da geht dann auch jegliche Raucher-Romantik verloren. Früher konnte man die Glimmstängel wenigstens mit den Zähnen aus der Packung angeln und fühlte sich für den Moment wie Sean Connery, Jean Paul Belmondo oder Humphrey Borgart. 

Nun wird Rauchwahre also zur Kistenwahre. Jetzt fühlt man sich wie in der Markthalle eines schwedischen Möbelhauses. Zwischen Teelicht und Hotdog-Küche. Man mag sich gewisse Filmszenen nicht mehr vorstellen, wenn sie neu gedreht werden würden. Sharon Stone schlägt in Basis Instinct die Beine übereinander und stellt dann eine Plastikkiste der Sorte SAMLA auf ihrem Schoß ab? James Dean springt in seinen Porsche und greift in die angeschnallte Plastikwanne neben sich? Aber ich habe da einen Denkfehler. Wenn diese Szenen neu gedreht würden, würde Sharon Stone an einem zuckerfreien Lolli hängen und James Dean würde in einer 30 Gramm Fairtrade – California – Bio – Nussmischung picken. Ohne Mikroplastik und Palmenöl natürlich. Helmut Schmidt würde in die Talkshow rollen und jedem Teilnehmer zum Freund seines Fisherman’s machen 😉

Ach nee. Dann lieber gar nicht mehr 😉

Nachtrag:
Ursprünglich hatte ich den Titel „Rauch aus der Kiste“ für den Beitrag vorgesehen, ich dachte an das Kinderbuch „Kai aus der Kiste“. Dann kam mir aber die Eingebung mit „Kistennebel“, was ich besser fand.

Vorhin habe ich noch mal ChatGPT befragt. Hier das Chat-Log dazu:

Ich:
Ich suche weitere titel wie diesen hier „Rauch aus der Kiste“

ChatGPT:
„Rauch aus der Kiste“ ist ein sehr allgemeiner Titel und lässt sich in verschiedene Richtungen interpretieren. Um ähnliche Titel zu finden, brauche ich mehr Informationen darüber, was der Titel bedeutet oder welches Genre oder Thema damit verbunden ist. Könnten Sie mir weitere Informationen oder Kontext geben?

Ich:
Zigaretten, Tabac der in plastikkisten verkauft wird

ChatGPT:
Wenn es um Zigaretten und Tabak in Plastikkisten geht, hier sind einige mögliche Titel:

  1. Plastikrauch
  2. Boxenqualm
  3. Kunststoff-Nikotin
  4. Rauch im Plastikmantel
  5. Kofferraumtabak
  6. Gepackte Gifte
  7. Plastikdampf
  8. Zigarettencontainer
  9. Gift in der Schachtel
  10. Kistenrauch

Cool oder? Mein „Rauch aus der Kiste“, war nicht dabei, das Buch war vielleicht Teil der Trainingsmenge. „Kistennebel“ war auch nicht dabei, dazu fehlt dem Bot vermutlich der kognitive Bezug zu dem Anislikör aus dem Norden. 

Aber „Rauch im Plastikmantel“ ist schon sehr cool und „Boxenqualm“ auch. „Gift in der Schachtel“ auch. In diesem Sinne. Wohl bekomm‘s 😉

433) Rückkehr ins Büro – Teil 9

Für die letzten drei Tage hatte es mich nach München verschlagen und damit wieder mal in die Bahn, in ein Hotel und ein Bürogebäude. Also solch ein Haus mit vielen Räumen und Tischen drin. Ihr wisst schon.

Aber der Reihe nach.…

Ich hatte den 06:00 Uhr-Zug gewählt und war zunächst fast allein auf dem Bahnsteig. Dachte schon es ist Sonntag statt Montag und ich wäre umsonst so früh aufgestanden. Aber es folgten dann auch noch andere Fahrgäste und wir stiegen ein.

Wagen 29 sei bitte nicht zu nutzen, heißt es über die Lautsprecher. Denn der ist defekt. Gäste aus Wagen 29 (dummerweise 1. Klasse), sollen bitte Wagen 28 nutzen und Gäste der 2. Klasse aus Wagen 28 ohne Platzkarte sollen sich bitte „anderweitig umsehen“. Den Rest kann man sich denken. Wieso ist ein Wagen der gerade aus dem Depot kommt schon bei Bereitstellung kaputt?

Und weil Wagen 29 defekt bleibt, kann der ganze Zug nur mit geringerer Geschwindigkeit fahren, weshalb sich eine Verspätung aufbaut. Logisch. Aber immerhin rollen wir und ich kann „in Ruhe“ arbeiten.

Auf der anderen Fenster-Seite sitzt ein Typ und knabberte Reiskekse. Laut. Und er knurpselt die nicht wie ein Hamster (knurps…knurps…knurps), nein er beißt lautstark ab. Eher wie der weiße Hai oder das Krümelmonster. „Happ!“ Pause. „Happ!“ Pause. „Happ!“ Der macht mich irre der Typ!! Kopfhörer lauter.

Ein paar Reihen hinter mir telefoniert eine Dame. Und zwar dienstlich, deutlich zu hören. Und sie hat immer noch nicht kapiert, dass Mobilfunk nicht unbedingt besser wird, wenn man ins Handy brüllt und damit alle anderen Fahrgäste nervt. Ich will das auch alles gar nicht wissen. Ich habe genügend eigene Baustellen! Kopfhörer noch lauter.

In Erfurt muss Wagen 29 von Fachpersonal untersucht werden, über die Lautsprecher kommt die Info, dass auf einem anderen Gleis demnächst noch ein anderer Zug nach München fährt, der kommt zwar erst später in Erfurt an, „könnte aber die bessere Wahl“ sein. Könnte? Ist? Ich wechsele in den anderen Zug. Jegliche Bewegung aufs Ziel hin, ist besser als Stillstand mit ungewissem Ausgang.

Eine (Ehe)frau im anderen Zug macht ihrem (Ehe)Mann eine Szene, so was habe ich in der Öffentlichkeit noch nicht erlebt.“Christian, das ist das Allerletzte, Christian.“ „Das ist so widerwärtig Christian“. „Ich bin so enttäuscht Christian“. Christian. Christian. Christian. „Sollen die das alle hören hier Christian“. „Christian, du musst dir was vorwerfen, nicht ich“. „Das ist mir scheißegal Christian.“ Na hoffentlich geht die dem Christian nicht noch an die Gurgel. Dann halten wir wohl noch auf freier Strecke und ich kann meinen Workshop vergessen. Man Christian, jetzt kläre das gefälligst! Das kann ja keiner mit anhören. Mir klingen die Ohren, meine Kopfhörer sind am Limit.

Im Workshop nimmt eine Kollegin teil, die gern viel redet. Wirklich eine herzensgute Person. Aber eben reich an Worten und für mich, der sonst eher zu Hause arbeitet und im ICE schon akustisch gestresst war, echt zu viel. Too much info, too much noise.

Abends setze mich an die Bar. Verziehe mich in die hinterste Ecke. Ich, ein Bierchen und mein Tablet. Großartiger Ausklang eines Tages. Aber auch hier ist nichts mit Ruhe. Neben mir sitzt ein Inder (würde ich sagen) der bald mit der Heimat telefoniert. Per Video und Lautsprecher. 

Zum Frühstück an Tag 2 bin ich einer der ersten, ich mag morgendliche Einsamkeit. Aber eine chinesische Reisegruppe muss auch früh raus. Und einer von ihnen, steht mitten auf der Buffet-Insel, niesst 4 mal kräftig in die Handfläche und bedient sich dann am Buffet. Guten Appetit. Rührei gefällig? Nee, danke, ich schaue mich nur etwas um.

Nun geht‘s wieder nach Hause. Reicht erst einmal wieder an persönlichen Kontakten … muss erst einmal ins Abklingbecken und mich vom Sozializing erholen 😉

Schönen Abend.

<— 386) Rückkehr ins Büro – Teil 8

432) Buchstabensuppe mit Alles – 6

Heute habe ich meiner Buchstabensuppe ein paar Abkürzungen beigemischt, die in den letzten Tagen meinen Weg kreuzten.

AKW
Die Abkürzung AKW ist „bald“ wieder zu haben. Man könnte sie für vielleicht für Analogkraftwagen vorsehen. Denn Deutschland schaltet die letzten drei aktiven Atom-Meiler ab. Längst beschlossene Sache, trotzdem versucht die Union, das noch zu verhindern. Brüllt, schimpft, meckert … erinnert mich irgendwie an Kleinkinder an der Supermarktkasse. Oder an einen Raucher, der morgen mit dem Rauchen aufhören will … oder soll … und sich daher mal noch eine Schachtel kauft. Man sieht die Versorgungssicherheit in Gefahr und sorgt sich um die Wirtschaft. Und das obwohl die AKWs zu Energieversorgung heute nur noch 6% beitragen. Und besonders bizarr ist eigentlich, dass Kanzlerin Merkel (CDU) den Beschluss zum Atomausstieg in 2011 durchgeboxt hat und zwar vor der Kulisse eines atomaren Unfalls in Japan. Die Sicherheit der Menschen stand damals im Vordergrund. Das scheint die Union heute vergessen zu haben. 

CSC
Kiffen soll legal werden. Man darf drei weibliche Pflanzen zu Hause halten (keine Ahnung wie das läuft und ob die ohne Mann auskommen) und die sogenannten Canabiss Social Clubs (CSC) können ihre Mitglieder mit hochqualitativem Hanf versorgen. Klingt alles noch nicht ganz ausgegoren, ist aber ein Schritt in die richtige Richtung. Polizei und Staatsanwälte haben doch Wichtigeres zu tun, als Dealer zu verfolgen oder Konsumenten, die ein paar Gramm zu viel minderwertige Krümel in der Tasche haben. Aber König Markus aus dem Süden, will auch das mit aller Macht verhindern. Bloß gut, dass ich nördlich des Weißwurstäquators wohne. Nicht wegen dem Hasch wohlgemerkt, sondern weil mir gerade kein Thema einfällt, bei dem der CSU-Laden mal fortschrittlich denkt. Laptop und Lederhose. Tut mir Leid. Verstehe ich nicht.

DVD
Der Stammhalter und ich wollten uns endlich mal gemeinsam „Die Ritter der Kokosnuss“ reinziehen. Zu diesem Zwecke, liegt schon ewig eine DVD-Box im Schrank, die uns der Bruder freundlicherweise mal geliehen hat. Ist schon etwas länger her. Ich glaube, es war vor Corona. So viel zum Thema „Prokrastination“. Gestern war nun also der Tag. Wir öffneten die DVD-Box, bestaunten gemeinsam die silberne Scheibe und schoben sie in den Hifi-Receiver. Die DVD begann sofort zu drehen, aber wir bekamen kein Bild auf den Fernseher. Wir fummelten an den Fernbedienungen, an den Sources und AV-Tasten. Aber nüscht! Bin ich etwas blöd? Wird das eine neue Geschichte vom >Techno-Dino? Haben wir mit diesem Receiver noch nie eine DVD geschaut? Scheint so. Na immerhin können wir dem Bruder endlich die DVD-Box zurückgeben

Dafür schlossen wir den Tag mit einer Abkürzung ab. Mit SMS.

Schnitzel mit Spargel 😉

Guten Start in die Woche!

<– 427) Buchstabensuppe mit Alles – 5

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